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Maulwurfsarbeit

Projekt zu Düngung am Adolfinum Maulwurfsarbeit

Maulwürfe wissen, wie es um die Böden bestellt ist. Im Raum Cloppenburg ist die Massentierhaltung besonders ausgeprägt, da fällt also auch viel Gülle an. Aber Niedersachsen liegt insgesamt vorne unter den landwirtschaftlich geprägten Bundesländern. Und die Niedersachsen-Gülle wird gemeinhin als Dünger genutzt. Das Nähere regelt die Düngeverordnung (DÜV).

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Zum Sinnbild versammelt: Bio-AG am Bäumchen der Erkenntnis.

Quelle: vhs

Bückeburg. Nun wollten die Teilnehmer der Biologie-AG am Gymnasium Adolfinum von Stephanie Schlüter wissen, wie es im landwirtschaftlichen Umfeld unweit der Schule um Düngung und Überdüngung bestellt ist. Im Rahmen des bundesweit ausgeschriebenen Schülerwettbewerbs „Echt kuh-l!“ hatten sie sich für die Problematik der Bodenbelastung entschieden. In der Altersgruppe III (Klassen 7 und 8) werden sie ihre Ergebnisse bis zum 27. März abschicken – natürlich nicht als nüchterne Tabellen, sondern grafisch ansprechend aufbereitet. Es winken unter anderem Reisepreise, die Sieger fahren volle drei Tage nach Berlin.

 Sensationell ist das Ergebnis nicht, was den Nahbereich anbelangt. Ein Skandal kam zum Glück nicht an den Tag. Methodisches Lernen ist davon natürlich unabhängig, und das stellt einen ganz wichtigen Aspekt dar für den Lernprozess der zukünftigen Oberstufenschüler.

 Fachkundliches aus Fächern wie Chemie, Biologie, Erdkunde, Politik-Wirtschaft ist von Bedeutung, ganz abgesehen vom unverzichtbaren Quantum Mathematik. Die Relativität von Grenzwerten führt zu Grundsatzfragen der Lebensqualität, man kommt von Messwerten zu Wertfragen.

 Unabhängig von den eigenen Ergebnissen geht es auch um Problemlösungen in Belastungszonen. Man will auch im zuständigen „Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft“ nicht warten, bis einem die Gülle bis zum Halse steht und das Brot am Ende der Versorgungskette nicht mehr mundet. So haben die Adolfiner untersucht, ob das Problem entschärft werden könnte, indem man die Gülle nicht unmittelbar auf den Acker ausbringt. In Biogasanlagen wird die Gülle zunächst für die Erzeugung von Methan genutzt. Die Gärreste kommen getrocknet zum Einsatz. Dieses Konzept halten die Adolfiner nach ihren Untersuchungen und Berechnungen für sinnvoll, auch in ökonomischer Hinsicht.

 Maulwürfe kennen sich vermutlich nicht so aus mit Kalium, Nitrat und Phosphat, sie pfeifen auf den pH-Wert. Wassergehalt und Bodendichte, das ist ihr genuines Gebiet. Die Erde mal wie Maulwürfe zu durchdringen, das gefällt den Achtklässlern – ein Perspektivwechsel wie im Bilderbuch. vhs

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