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Max&Moritz-Ausstellung eröffnet

Bückeburg Max&Moritz-Ausstellung eröffnet

„Streich auf Streich – 150 Jahre deutschsprachige Comics seit Max und Moritz“ lautet der Titel einer Ausstellung, die Montagabend im Bückeburger Museum offiziell eröffnet worden ist.

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Edeltraut Müller (von links), Sabine Schormann, Reiner Brombach, Anke Twachtmann-Schlichter, Martin Jurgeit und Jörg Farr eröffnen die Ausstellung.

Quelle: bus

Bückeburg. Die Schau führt rund 100 Exponate zusammen. „Überwiegend hochkarätige Comiczeichnungen und herausragende Originale“, wie Kurator Martin Jurgeit betonte.

„Alle Schaumburg-Lipper wähnen sich ja irgendwie als Urväter und Urmütter von Wilhelm Busch“, sprach Bürgermeister Reiner Brombach auf den Schöpfer von Max und Moritz an. Gemeinsam mit Jurgeit, Edeltraut Müller (Vorsitzende Museumsträgerverein), Museumsleiterin Anke Twachtmann-Schlichter, Sabine Schormann (Niedersächsische Sparkassenstiftung) und Landrat Jörg Farr eröffnete er die Ausstellung. „Busch hat dem Volk nach Schaumburg-Lipper Art aufs Maul geschaut und es in wohlwollender Weise kritisiert“, erklärte das Stadtoberhaupt. Er habe dessen Frömmelei, Selbstzufriedenheit und eigenartige Moralität aufs Korn genommen und in wunderbarer Art und Weise in Verse und Bilder gefasst. Der bärtige Künstler gehöre zwar eigentlich nach Wiedensahl, aber in gewisser Weise auch nach Bückeburg und in die gesamte Welt hinein.

„Aktuell, modern, spannend“, meinte Schormann, die die zahlreichen Besucher der Vernissage mit dem vierten Streich aus Max und Moritz – „Also lautet ein Beschluß, daß der Mensch was lernen muß…“ – auf die Präsentation einstimmte. Das Museum lege ein tolles Engagement an den Tag. „Es ist immer wieder eine Freude, hier zu sein“, sagte die Stiftungsdirektorin.

Jurgeit brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die seit anderthalb Jahren gezeigte Wanderausstellung im Bückeburger Museum einen „krönenden Abschluss“ finde. „Ein toller Rahmen für das Finale“, erläuterte der Kurator. „Ich bin super begeistert.“ Die Schau irgendwo ausplätschern zu lassen, wäre schade gewesen. Sie führe eindrucksvoll vor Augen, was seinerzeit mit Max und Moritz seinen Anfang genommen und welchen irrsinnigen Erfolg der Wiedensahler mit den beiden Lausbuben erzielt habe.

Die Präsentation greife bis ins vorvergangene Jahrhundert zurückreichende Traditionslinien auf und befasse sich in ihrem letzten Streich mit aktuellen Entwicklungen.

Los geht es passenderweise mit dem Weihnachtsgeschäft anno 1865, als der Verlag Braun & Schneider Buschs Bubengeschichte herausbrachte. Der Autor hatte sich bereits 1863 mit den Zeichnungen beschäftigt, im Sommer 1864 waren die Verse hinzugekommen. Verleger Braun erwarb die Rechte für 1000 Gulden. Der Veröffentlichung der Geschichte als Buch kommt außerdem eine historische Dimension zu, denn „Max und Moritz“ war weltweit die erste als gebundenes Werk publizierte Bildergeschichte.

Die Ausstellung läuft bis Sonntag, 20. September, und ist mittwochs bis sonntags in der Zeit von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Für den Besuch des Museums wird kein Eintritt erhoben. bus

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