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Max&Moritz-Ausstellung eröffnet Montag

Bückeburg Max&Moritz-Ausstellung eröffnet Montag

„Streich auf Streich. 150 Jahre deutschsprachige Comics seit Max und Moritz“ – das ist der Titel einer Ausstellung, die am nächsten Montag im Museum an der Langen Straße in Bückeburg eröffnet wird.

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„Streich auf Streich“: Kurator Martin Jurgeit mit Faksimiles von Wilhelm Busch „Max und Moritz“.

Quelle: rc

Bückeburg. Gezeigt werden hochkarätige Comiczeichnungen, herausragende Originale aus der deutschen Comic-Historie und welchen Einfluss Wilhelm Busch hatte, als er 1865 „Max und Moritz“ veröffentlichte und damit die Comic-Geschichte auf der ganzen Welt beeinflusste respektive dieses Genre erst ermöglichte.

„Wir zeigen, wie ‚Max & Moritz‘ in die USA schwappt, dort unter anderem in Anlehnung an Busch zum Beispiel als Katzenjammer-Kids in deutschsprachigen Zeitungen gedruckt wurde und nach dem Zweiten Weltkrieg zurück nach Deutschland schwappte“, sagte Kurator Martin Jurgeit, als er in einem Pressegespräch mit der Vorsitzenden des Trägervereins, Edeltraut Müller, Museumsleiterin Anke Twachtmann-Schlichter und Maxi Schweitzer, Projektleiterin des Busch-Jahres, die Ausstellung vorstellte. Sie wurde vor eineinhalb Jahren das erste Mal in Hannover gezeigt und ist seitdem auf Tournee gegangen. „Wir haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um diese Ausstellung nach Bückeburg zu holen“, sagte die Museumsleiterin. Den Ausschlag gab letztlich, dass das Museum viele Wände zum Hängen hat, so der Kurator.

Mehrere 100 Comics und Zeichnungen werden ausgestellt. Sie sind in zehn Streiche untergliedert – ganz in Anlehnung an Busch. Im ersten Streich wird auf die Entstehung von „Max&Moritz“ eingegangen. Gezeigt werden Faksimiles von Entwurfszeichnungen von Busch, Tuschezeichnungen oder Druckstöcke aus Holz, auf denen damals gedruckt wurde. Der zweite Streich zeigt, wie „Max & Moritz“ in den USA die Zeichner beeinflusste, insbesondere in den deutschen Zeitungen. „Wir müssen davon ausgehen, dass Wilhelm Busch noch zu Lebzeiten mitbekommen hatte, was sein ‚Max & Moritz‘ bewirkt hat“, so der Kurator.

In weiteren Streichen wird etwa das Aufblühen der Kindercomics in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Oder nach dem Zweiten Weltkrieg die Comics in den Zeitschriften des Wirtschaftswunders: „Mecki“, „Knalltüten“ oder „Reinhold das Nashorn“. Später dann die Entwicklung in den Tageszeitungen wie etwa „Strizz“ oder die Mangas. Der zehnte Streich zeigt die Entwicklung der Comics im Internet, das Ausprobieren von Comic-Blogs. Der Kurator: „Wir zeigen repräsentativ die Entwicklung des deutschsprachigen Comics, nicht nur chronologisch, sondern auch Querverbindungen und Wechselwirkungen.“

In der Ausstellung werden Originale oder Originaldrucke in deutlich dreistelliger Zahl gezeigt. Einige Namen: Ralf König, Walter Moers, Marvel, Hansrudi Wäscher oder Roland Kohlsaat.

Die Ausstellung wird am Montag, 14. September, um 17 Uhr im Museum durch Landrat Jörg Farr, Bürgermeister Reiner Brombach und Sabine Schormann von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung eröffnet. Die Einführung hält Kurator Martin Jurgeit. Ermöglicht wurde sie durch die Sparkassenstiftung, die Sparkasse Schaumburg, Stadt und Landkreis sowie die Schaumburger Landschaft. Die Ausstellung geht bis zum 20. Dezember und ist mittwochs bis sonntags von 13 bis 17 Uhr zu besichtigen. rc

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