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00:17 14.08.2016
Dr. Günther Bauermeister demonstriertmit Nina Bernard, wie mit dem neuen 3D-Ultraschallgerät eine Halsschlagader untersucht wird. Quelle: wk
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BÜCKEBURG

In Anbetracht dessen könnte man meinen, dass in diesem Haus keine großen Neuerungen mehr zu erwarten sind. Doch weit gefehlt. Denn mit dem neuen Leiter dieser Fachabteilung, dem Gefäßspezialisten Dr. Günther Bauermeister, der dortr bereits seit dem 1. April tätig ist und zum 1. Juli die Nachfolge des bisherigen Abteilungsleiters (M.D. William Mamar) angetreten hat, geht auch eine Ausweitung des gebotenen Leistungsspektrums einher.

Bislang habe man in Bückeburg eine „gute, klassische Gefäßchirurgie“ betrieben, wie sie seit Jahrzehnten in vielen Krankenhäusern üblich sei, berichtet der 57-Jährige. Verschlüsse der Arterien zum Beispiel seien meist in einem operativen Verfahren durch das Legen von Bypässen behandelt worden. Mitunter seien solche verstopften Blutgefäße zwar auch in minimal-invasiven Operationen mittels Ballonkatheter aufgeweitet worden, um dann Stents zum Durchlässighalten der Gefäße einsetzen zu können. Diese alternative, die Patienten weniger belastende Methode sei bisher aber nicht in dem Maße zum Einsatz gekommen wie er es jetzt „zunehmend“ praktiziere, so Bauermeister.

Neue Behandlungsmethoden, die Bauermeister eingeführt hat, sind dagegen das Beseitigen von Blutgerinseln mithilfe von in die Blutgefäße eingeschobenen Mikro-Fräsen nebst sofortigem Absaugen der gelösten Ablagerungen. Ferner das Auflösen von Blutgerinseln durch Medikamente, die mit einem Mikrokatheter lokal verabreicht werden („Thrombolyetherapie“), sowie die „retrograde Rekanalisation von Unterschenkelgefäßen über einen Zugang vom Fuß“. Komplettiert wird das erweiterte Leistungsspektrum durch ein als „Drug Eluting Balloon“ bezeichnetes Verfahren, bei dem die Wiederverengung gedehnter Blutgefäße mittels eines Medikamente freisetzenden Ballonkatheters verhindert werden soll.

„Medizinische Eingriffe, bei denen man die Blutgefäße nicht aufschneiden möchte, erfordern jedoch ein hochauflösendes Röntgengerät“, so Bauermeister. „Je besser die Bildgebung ist, desto genauer kann man arbeiten und desto komplexere Probleme kann man angehen.“

In diesem Kontext betont er, dass der Gefäßchirurgie-Abteilung des Bückeburger Krankenhauses schon jetzt ein „gutes Röntgengerät“ zur Verfügung steht, bei dem für das sichtbar machen der Blutgefäße kein iodhaltiges Kontrastmittel mehr benötigt wird. Stattdessen verwendet man Kohlendioxid-Gas als Kontrastmittel.

Im neuen Großklinikum in Vehlen indes werde die Gefäßchirurgie mit einem hochmodernen Röntgengerät arbeiten, das in technischer Hinsicht „ein enormer Sprung“ sei, da man damit „exakt sehen“ könne und die Strahlendosis deutlich geringer sei. Die Röntgenanlage kostet aber rund 600000 Euro.

Angeschafft hat das Klinikum auch einen 20000 Euro teuren Laser zum Entfernen von Krampfadern sowie ein dem aktuellen Stand der Technik entsprechendes 3D-Ultraschallgerät, das ebenfalls viel Geld gekostet hat. „Das gibt es in der Gynäkologie schon länger, aber in der Gefäßchirurgie ist das neu“, kommentiert Bauermeister den Einsatz des Gerätes. wk

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