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Mehr Unfälle – kein Toter

Bückeburger Kommissariat legt Unfallstatistik vor Mehr Unfälle – kein Toter

Insgesamt zwar eine deutliche Zunahme der Verkehrsunfälle insbesondere durch Bagatellunfälle, dafür aber deutlich weniger Schwerverletzte und kein Toter auf den Straßen im Bereich des Polizeikommissariats Bückeburg.

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Bis zum Sommer 2016 voll belegt

So viele Unfälle wie seit zehn Jahren nicht mehr hat das Polizeikommissariat Bückeburg im vergangenen Jahr verzeichnet.

Quelle: pr.

Bückeburg. Diese Bilanz hat das Kommissariat bei der Vorstellung des Verkehrsunfallgeschehens 2014 gezogen. „Wir sind stolz“, sagte der Erste Polizeikommissar Werner Steding: „Unsere dauerhafte Arbeit an den Hauptunfallursachen zu hohes Tempo sowie Fahren unter Alkohol und Drogen zeigt Wirkung.“ Das Polizeikommissariat ist zuständig für die Städte Bückeburg und Obernkirchen sowie die Samtgemeinden Eilsen und Nienstädt mit seinen insgesamt knapp 46000 Einwohnern.

 Zu 1042 Unfällen mussten die Beamten im vergangenen Jahr ausrücken, 2013 nur zu 930. Bei 181 der Unfälle kamen Menschen zu Schaden. 2013 waren es 168. „Schon eine ziemliche Steigerung, auch bei den Leichtverletzten. Darunter waren viele Bagatellunfälle“, stellte Steding fest, als er gemeinsam mit dem Leiter des Einsatz- und Streifendienstes Arno Hansing und Pressesprecherin Diana-Fabienne Hansing die Zahlen erläuterte. Dagegen wurde 2014 kein Mensch auf den Straßen des Zuständigkeitsbereichs des Kommissariats getötet, 24 schwer verletzt. 2013 war ein Mensch getötet und 27 schwer verletzt worden. Unfallschwerpunkte gibt es nach Aussage von Arno Hansing derzeit nicht. Die Unfälle verteilen sich über das gesamte Einsatzgebiet.

 „Konstant auf hohem Niveau“ ist die Zahl der Unfallfluchten. 254 wurden 2014 registriert, noch einmal sechs mehr als 2013. Konstant hoch ist aber auch deren Aufklärungsquote, die bei 44 Prozent liegt. Dabei gibt es zwei eindeutige Schwerpunkte: zum einen die enge Herminenstraße, auf der immer wieder Spiegel abgefahren werden oder Beulen beim Ausparken entstehen, zum anderen die Parkplätze der Verbrauchermärkte. „Ich wäre froh, wenn hier das Baurecht geändert wird und breitere Einstellplätze vorgeschrieben werden“, stöhnte Steding. Auch das Problem Herminenstraße sei bei den verantwortlichen Stellen mehrfach angesprochen worden – bisher ohne Ergebnis.

 Auf gleichbleibend hohem Niveau verharren auch die Fahrten unter Alkoholeinfluss. 61-mal wurden Fahrer gestoppt, die zu tief ins Glas geschaut hatten, 2013 waren es 65. Unfälle hatten 2014 15 der Fahrer verursacht.

 Deutlich gestiegen sind die Fahrten unter Drogeneinfluss: von 49 auf 62. Wie Hansing erläuterte, hätte in diesem Bereich das Kommissariat einen besonderen Schwerpunkt gelegt und die Beamten speziell geschult. Er wertete „die hohe Zahl im weiten Umkreis als positives Ergebnis“.

 Deutlich gestiegen sind auch die Autofahrer, die ohne Führerschein auf den Straßen unterwegs waren. 130 konnten keine entsprechenden Papiere vorweisen, als sie von den Beamten gestoppt wurden. „Auch hier haben wir einen gewissen Kontrolldruck entwickelt und tragen so zur aktiven Sicherheit mit bei.“ 2013 waren es noch 100. Insgesamt belaufen sich die Straftaten im Straßenverkehr auf 235, in 2013 waren es 185.

 Als Ziel für 2015 gaben Steding und Hansing aus, die Zahl der schweren und schwersten Verkehrsunfälle weiter reduzieren zu wollen. Und sie wollen weiter die Hauptunfallursachen bekämpfen: durch Geschwindigkeitsmessungen an Unfallschwerpunkten mit Anhaltekommando sowie die Fortsetzung der Alkohol- und Drogenkontrollen. Des Weiteren wird an der Verkehrssicherheit insbesondere im Bereich von Schulen und Kitas gearbeitet. Beleuchtungs- und Verkehrssicherheitswochen wird es auch geben. rc

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