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Mehr als Tausend feiern Osterrocknacht

Bands und Feuer Mehr als Tausend feiern Osterrocknacht

Sie kamen von überall her: aus Minden, Hannover und aus Hamburg. Für die Osterrocknacht in Bückeburg vom Verein United Noise und der Schraub-Bar haben die weit über 1500 Gäste eine teils weite Anreise auf sich genommen.

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Stagediving gehört zur Osterrocknacht.

Quelle: mig

Es gibt Events, die darf man einfach nicht verpassen. Weil sie ein spannendes Programm bieten und das zum kleinen Preis. Und weil man da alles und jeden trifft: vom Studi bis zum Senior, vom Rocker bis zum Pädagogen. Die Osterrocknacht will sich niemand entgehen lassen. Vorab der Fußmarsch hin zum ehemaligen Kronenwerksgelände.

In kleinen Gruppen schlängeln sich die Menschen durch die Natur, links der Bahnhof, rechts das freie Feld. Genau der richtige Platz für ein lautes Festival, findet Maren Rösemeier, die an diesem Tag wohl die längste Anreise hatte. Die 25-Jährige ist aus Basel angereist, wo sie studiert und wohnt. Sie sei zwar nicht nur wegen der Osterrocknacht nach Bückeburg gekommen: „Aber als Bückeburgerin gehört der Besuch der Osterrocknacht einfach dazu“, sagt sie.

Da treffe man viele alte Freude, die man lange nicht mehr gesehen habe. „Im Grunde ist die Osterrocknacht wie ein großes Schultreffen – nur, dass es hier zusätzlich tolle Musik gibt“, sag sie. Hinzu käme, dass sie den Verein United Noise unterstützen möchte. „Ich habe gehört, dass die ein paar Probleme mit Politikern haben und möchte mich auf diese Weise solidarisieren.“ Denn ohne das Engagement des Vereins, sagt Maren, hätten viele Nachwuchsbands keinen Proberaum.

Wer nicht tanzt, ist selbst schuld

 Das Gelände selbst haben die Helfer von United Noise, von der Kronenwerke GbR und von „Trampolinmusik“ toll hergerichtet. Überall gibt es Sitzecken, der alte Industriebau ist festlich illuminiert. Trotz des großen Osterfeuers haben sich die meisten Besucher dick eingepackt. Veteranen der Osterrocknacht wissen, wie kalt es im April werden kann.

 Dennis Koller, Sänger der Bad Nenndorf Boys, sieht das ähnlich: „Wer heute nicht tanzt, der ist selber schuld“, ruft er ins Publikum. Dann geht die Post ab: Mit Ska, der in die Beine geht und Liedern, die an diesem Platz jeder kennt: „Nachts sind alle Katzen grau“, „Kein Liebeslied“ oder „Wir lügen nicht“.

 Obwohl sie in den vergangenen Jahren nicht dabei waren, gehören die Bad Nenndorf Boys längst zum Inventar der Osterrocknacht. Ihr knackiger Sound, gewürzt mit Bläsersätzen lässt keinen kalt. Die Jugend tanzt Pogo oder „divt“ von der Bühne, die Älteren schütteln ihr Haupthaar und wiegen sanft die Hüften.

 Vor allem das immer wieder spannende Line-Up zieht die Zuhörer in Scharen nach Bückeburg. Denn neben den Bad Nenndorf Boys waren an diesem Abend weitere fünf Bands im Einsatz: Queen of Smoke, Wet Beach, Teaser, Chain Grease und Ladies Room. Viele waren oder sind Teil des United Noise-Ökosystems. Ladies Room beispielsweise haben sich nach ihrem ersten Proberaum benannt: einer ausgemusterten Damentoilette auf dem Kronenwerksgelände. Wie gut sich die Musiker rausgemacht haben, zeigt sich bei ihrem Auftritt anlässlich der Osterrocknacht. Mal gibt es das volle Brett, dann wieder eine schöne Ballade. Kurzum: Ein gelungenes Set, das Lust auf mehr macht.

Sonne, Strand und Party

 Noch eine Schippe drauf legen an diesem Abend die Jungs von Wet Beach, deren Surf-Punk so richtig nach vorne geht. Wet Beach: Das ist Musik, die nach Sonne, Strand und Party klingt. „Wollt ihr Schmuserock oder lieber Punkrock?“, fragt Gitarrist Shibbster das Publikum. Die Antwort ist eindeutig. Danach haut die Band einen Hit nach dem anderen raus – und wird begeistert gefeiert. „Ihr seid der Knaller“, ruft Shibbster. Antwort des Publikums: „Du auc.“ Der schweißtreibende, bluestriefende Powerrock von Queen of Smoke lässt die Stimmung endgültig überkochen. Sänger Konny tanzt und singt sich die Seele aus dem Leib, Gitarrist Lucky prügelt seine Les Paul zu Höchstleistungen.

 Cool ist das Stichwort, das die Band Teaser am besten definiert. Drei ältere Musiker, die- meist wie festgeschraubt an einer Stelle stehen und hinten ein Drummer, der richtig Gas gibt. Technisch erstklassig können die Jungs aber auch über sich selber lachen: „Ich brauche jetzt eine Tasse Bouillon“, meint einer der „alten Knacker“. Oder: „Ohne Shirt wäre mir auch zu kalt.“

 Zufrieden ist an diesem Abend auch Oliver Werner, der Vorsitzende des Vereins United Noise: „Es war eine tolle Osterrocknacht, die Stimmung war super und es hat viel Spaß gemacht“, freut sich Werner. Bückeburg habe gezeigt, „dass es hinter der Veranstaltung steht“. Das mache Mut. mig

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