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Bückeburg Stadt Mehr als nur Kuchenbäcker
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00:17 23.04.2016
Die Elterntrainer Garnet Eichholz und Richard Lochte bei der Fortbildung der Bückeburger Elternräte. Quelle: mig
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Bückeburg

Und: „Eltern sind an der Schule unterbelichtet.“ In Bückeburg gibt es 80 Schulelternräte, an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen. Ihre Aufgaben sind breit gestaffelt und reichen von der Vorbereitung der Elternabende bis hin zur Teilnahme an der Gesamtkonferenz. Ganz grundsätzlich sind Elternvertreter also bei allen wichtigen Entscheidungen dabei. Themen können sein: das Schulprogramm mit Leitbild, Haushaltsmittel, Projektwochen, Klassenarbeiten und Hausaufgaben und vieles mehr. Das ist eine Menge Stoff für neu gewählte Elternvertreter, weshalb der Vorsitzende des Stadtelternrates der Bückeburger Schulen, Matthias Epp, die Notwendigkeit eines Einführungsseminars sah.

„Es ist wichtig, dass die Elternräte fit gemacht werden – das soll heute passieren.“ Die Weiterbildung wird vom Schulelternrat organisiert und von der Stadt bezahlt. Ein besonders wichtiges Thema, dem der Rat seit Langem große Aufmerksamkeit widmet, ist die steigende Gewaltbereitschaft an Schulen. Diese Gewalt habe Ursachen, die nur eine ausgebildete Fachkraft finden und beheben könne, sagt Epp.

Die Einführung in die Arbeit einer Elternvertretung übernahmen dann Eichholz und Lochte, zwei Elterntrainer der Region Hannover (unterstützt vom Landeselternrat Niedersachsen und vom Regionselternrat Hannover). Darüber hinaus bieten die beiden Trainer Fortbildungen zu diversen Themen an.

In der Klasse: Informationsrechte der Elternschaft, Klassenkonferenz; Im Schulelternrat: Elternvertretung in Gesamt-, Fach- und Klassenkonferenzen; Im Schulvorstand: Zusammensetzung des Schulvorstands; Qualitätsentwicklung in der eigenverantwortlichen Schule.

„Elternvertreter müssen wissen, welche Aufgaben sie haben, was ihre Rechte und was ihre Pflichten sind“, sagt Lochte. „Eine wichtige Frage ist immer: Wie unabhängig bin ich gegenüber dem Lehrer?“ Auch wenn sich in Sachen Mitwirkung der Eltern einiges getan hat – noch sind sie an der Schule nicht genug eingebudnen, sind sich die beiden Trainer einig. Es gebe immer noch zu viele Bereiche in den die Eltern „nur Beiwerk“ seien – anders gesagt: „Kuchenbäcker“. Was sich Lochte und Eichholz wünschen würden?

„Dass es mehr basisdemokratische Elemente gibt und Eltern mitgenommen werden.“ Voraussetzung für eine gelingende Schule sei Kommunikation auf Augenhöhe. „Zufriedenheit entsteht, wenn ich weiß, was ich an der Schule ändern darf und kann“, so Lochte. Der schnelle Wechsel in den Positionen stehe einer Kontinuität entgegen. mig

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