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Bückeburg Stadt Mit Glanz und Finesse in den höchsten Tonlagen
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Mit Glanz und Finesse in den höchsten Tonlagen
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17:05 27.12.2012
Viel Applaus gab es für die Mitwirkenden des Weihnachts-Oratoriums in der Stadtkirche. Quelle: mig
Bückeburg

Unter der Leitung von Kantor Siebelt Meier brillierten die vier Gesangssolisten Sarah Davidovic (Sopran), Stefanie Rüther (Alt), Florian Lohmann (Tenor) und Daniel Eggert (Bass), sowie die das Barockorchester „L’Arco“ und der gemeinsame Chor der Kantorei der Stadtkirche Bückeburg und der „Schaumburger Märchensänger“.

 Es ist schon beachtlich, was die Stadtkirchengemeinde da zum inzwischen dritten Mal zum Festgottesdienst auf die Beine gestellt hat. Denn klar ist, dass Aufführungen wie diese Energie und Einsatz bedürfen. Von den nötigen Sängern und Musikern ganz zu schweigen. Dass es den Verantwortlichen in diesem Jahr trotzdem gelungen ist, den zweiten Teil des Weihnachts-Oratoriums auf die Bühne zu bringen, zeugt von einem reichen kirchenmusikalischen Leben und von Förderern, die das ganze Unternehmen im Hintergrund unterstützen „Diese Aufführung ist schon eine Tradition geworden“, formulierte Landesbischof Karl-Hinrich Manzke zu Beginn des Kantaten-Gottesdienstes. „Lassen wir die Klänge der Weihnachtsbotschaft auf uns wirken.“

 Die Aufführung selbst begann dann mit dem feierlichen Eingangschor aus der 1. Kantate des Weihnachtsoratoriums, „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage“, der von den Mitgliedern der Kantorei, der „Schaumburger Märchensänger“ und des Barockorchesters glänzend in Szene gesetzt wurde. Unter der Leitung von Kantor Meier brauste ein Jubel-Sturm durch die Stadtkirche und verlieh der Freude über die Geburt Christi den entsprechenden Ausdruck. Oder anders ausgedrückt: „Dienet dem Höchsten mit herrlichen Chören. Lasst uns den Namen des Herrschers verehren“. Mit einer reinen Instrumentalmusik nahm dann die Kantate „Und es warem Hirten in der Gegend“ seinen Anfang. Die vom Barockorchester „L’Arco“ kongenial vertonte „Sinfonia“ „erzählt“ von der nächtlichen Szene, in der die Nachricht von der Geburt Jesu verkündet wird. Dabei werden himmlische Engelmusik und volkstümliche Hirtenmusik gegenübergestellt.

 Im Anschluss folgte das Rezitativ des Evangelisten, der aus der Weihnachtsgeschichte erzählt. Dass Tenor Florian Lohmann ie richtige Besetzung war, zeigte sich spätestens bei der Tenor-Arie Nr. 15, deren laufende Sechzehntelfiguren und Zweiunddreißigstel-Läufe schwer zu singen sind. Auch an anderer Stelle konnte der Tenor mit einer besonderen Geschmeidigkeit auch in den höchsten Lagen glänzen. Gleiches galt an diesem Abend auch für die anderen Sänger, die sich durch eine präzise Textbehandlung, ein besonderes Verständnis für das Werk und die nötige Finesse auch in den Schattierungen auszeichneten. Den Abschluss machte dann wieder der Chor, der mit dem schlichten Choral „Wir singen dir in deinem Heer“ und „Dona nobis pacem“ aus der Messe in h-Moll von Johann Sebastian Bach noch einmal einen starken Eindruck hinterließ. Nach einem gemeinsamen Lied („O du fröhliche“) endete der großartige Kantatengottesdienst.