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Mit Hilfe zum Führerschein

Rintelner Diakonie-Einrichtung feiert Jubiläum Mit Hilfe zum Führerschein

Sucht hat viele Gesichter beziehungsweise viele Erscheinungsbilder, aber es gibt auch Hilfestellungen, um von Gebundenheit loszukommen. Selbsthilfegruppen sind eine Möglichkeit, zeigte das Diakonische Werk Schaumburg während des Tages der offenen Tür im Haus der Diakonie an der Bäckerstraße in Rinteln auf.

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Fließende Grenzen. Mit Songs wie vom „Whiskey in the Jar“ stellte Bob Dulas die Verbindung zwischen Poesie und Sucht her.

Quelle: who

Rinteln. Anlass war das 40-jährige Bestehen der Arbeit der Selbsthilfegruppen, die ihren Anfang in Stadthagen hatte und bereits kürzlich offiziell am Hauptstandort in der Kreisstadt gefeiert wurde.

 „Wir beraten in Rinteln als Nebenstelle von Stadthagen im ‚legalen Bereich‘“, umriss Corinna Beckschäfer das spezielle Arbeitsfeld im Haus der Diakonie. Als hauptamtliche Mitarbeiterin neben zahlreichen Ehrenamtlichen, darunter etliche ehemalige Betroffene, ist sie zuständig für den Bereich Hilfestellung bei Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten als legalen Drogen.

 Eine der höchsten Hürden, auf dem Weg, den Führerschein zurückzubekommen, ist die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU). Auch dabei unterstütze das Diakonische Werk am Standort Rinteln mit einem speziellen Kurs, machte Beckschäfer aufmerksam auf das Angebot mit einer eigenen Selbsthilfegruppe. Hintergrund: „Man muss sich auf die MPU etwa ein Jahr lang vorbereiten lassen“, was vielen Betroffenen nicht bekannt sei. „Und wenn sie das erfahren, bricht für manche eine Welt zusammen.“ Darum die Empfehlung, sich möglichst bald nach dem Führerscheinentzug über das Angebot eines Kurse zu informieren und damit zu beginnen.

 Um einen praktischen Eindruck davon zu vermitteln, welche Anforderungen beim abschließenden Eignungstest auf die Probanden zukommen, hatte Beckschäfer Katja Duntsch eingeladen. Die Diplom-Psychologin vom TÜV Hessen hatte dazu ein spezielles Testgerät mitgebracht, wie es bislang für die MPU eingesetzt wurde. Die Funktion in Kurzbeschreibung: Die zu prüfende Person muss auf verschiedenfarbige im Zufallscharakter aufleuchtende Lämpchen reagieren und umgehend entsprechende farbige Knöpfe drücken, womit plötzlich auftretende Verkehrssituationen simuliert werden. Und das ist gar nicht so einfach, wenn es nach einer vorangegangenen Übungsphase gilt, den eigentlichen gut 20-minütigen Test mit möglichst wenig Fehlerpunkten durchzustehen.

 Landrat Jörg Farr gab in seinem Grußwort die Empfehlung, „eine positive Haltung zum Thema Abstinenz zu finden, denn es gibt diese Hilfe“ des Diakonischen Werkes. Und das schon seit 40 Jahren. who

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