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Mit Medizintechnik den weltweiten Markt erobern

Unternehmensportrait Mit Medizintechnik den weltweiten Markt erobern

 „Wir haben sehr viel investiert in den vergangenen Monaten. Wir wollen mit neuen Produkten den Markt aufmischen und neben unserem Schwerpunkt Europa mittelfristig auch Asien und die USA erobern.“ Das haben die Geschäftsführer der W. Krömker Medizintechnik GmbH, Andreas Mühlenbeck und Jürgen Roth gesagt.

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Bückeburg. Fünf neue Produkte wurden in den vergangenen Monaten bis zur Marktreife entwickelt und werden ab dem Herbst auf den Markt gebracht. Parallel dazu wurde am Nordring im Bückeburger Ortsteil Röcke eine neue Fertigungshalle mit einer Größe von 1000 Quadratmetern gebaut, die dieser Tage in Betrieb genommen wird. Wenn die Prognosen und Kalkulationen der Geschäftsführung aufgehen, wird die derzeit 35-köpfige Mitarbeiterschaft in Zukunft jährlich um zwei bis drei Mitarbeiter wachsen.

 Mühlenbeck: „Wir sind ein sehr gesundes Unternehmen mit sehr viel Potenzial, das in den vergangenen Jahren in einem anspruchsvollen Markt ständig gewachsen ist und weiter wachsen wird.“

 Das alles erfuhren jetzt die Mitglieder des Wirtschafts- und Finanzausschusses, die im Rahmen eines Ortstermins das Unternehmen besichtigten und sich über Produkte, Neuheiten und Zukunftspläne informierten. Die W. Krömker GmbH ist ein Spezialist für Medizintechnik und wurde 1976 von Wilfried Krömker gegründet – zunächst mit nur drei Mitarbeitern. Zu seinen ersten Entwicklungen zählten Haltearmsysteme. Nach ersten Großaufträgen begann ab 1990 der kontinuierliche Aufstieg zu einem führenden Unternehmen in der Medizintechnik. Neue Entwicklungs- und Produktionsstätten entstanden, das Sortiment ständig erweitert. 2012 regelt Wilfried Krömker die Nachfolge und verkauft seine Anteile an Investoren. „Die ein echtes Interesse haben, die Firma weiterzuentwickeln“, wie Mühlenbeck mit Blick auf die Investitionen in Neuentwicklungen und Hallen-Neubau betont.

 Gelenkarme, Haltesysteme – hier ist Krömker Marktführer –, Fahrgestelle und elektronische Komponenten sind die Bereiche, auf die sich das Unternehmen stützt. Zu den Kunden gehören Hersteller und Händler von medizintechnischen Systemen, die die Krömker-Produkte an und in ihren Geräten montieren, ehe sie an die Kunden wie etwa Krankenhäuser weiter geliefert werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Fertigung, es werden aber auch Auftragsproduktionen, Produktanpassungen und Produktentwicklungen durchgeführt. In den vergangenen 15 Monaten sind fünf neue Produkte entwickelt worden, die entweder marktreif sind oder kurz davor stehen. Dazu zählt ein schwenkbares Haltesystem „Tragfreund“ mit Befestigungen für Bildschirme und Licht für den Einsatz im OP-Bereich. Mühlenbeck: „Eine echte Alternative zum Marktführer.“

Oder eine neue Schnellspannklaue, mit der der Anwender die Montage von Endgeräten an Rundrohren oder Normschienen um 90 Prozent reduzieren kann. Um die Ideen und Innovationen weltweit zu schützen, hat Krömker sechs Patente angemeldet – drei sind bereits zugeteilt – sowie zwei Produkte zum Designschutz. Was auch eine Kostenfrage ist, denn die weltweite Anmeldung kostet um die 20000 Euro. Zertifizierungen, Dokumentationen und Sicherheitsprüfungen und -blätter gehören ohnehin zum täglichen Betrieb. Der Medizinbereich sei ein sehr anspruchsvoller Markt, in dem in den vergangenen 15 Jahren sehr viele Regularien eingezogen worden sind, erklärte Jürgen Roth: „Das alles muss sein, um bei den vier Großen mitspielen zu können.“ Die Akquise neuer Kunden könne durchaus fünf Jahre dauern. Umso stolzer sei man, dass man mit der neuen Schnellspannklaue bereits zwei der Großen als Kunden gewonnen hat.

 Das Fazit der beiden Geschäftsführer: „Wir sind bereit zu wachsen und die Früchte unserer Arbeit zu ernten.“ kk

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