Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Mit Muskelschmalz zum Löschen

Feuerwehr Holzhausen/Porta Mit Muskelschmalz zum Löschen

Die Handdruckspritze, die die Freiwillige Feuerwehr Holzhausen/Porta dem Verein zur Erhaltung historischer Feuerwehrfahrzeuge, Geräte und Literatur überlassen hat, sieht aus, wie aus dem Ei gepellt.

Voriger Artikel
Krimis und leichte Sommerlektüre
Nächster Artikel
Nicht ganz gerade in der Parklücke

Sind stolz wie Oskar: Mitglieder des Vereins zur Erhaltung historischer Feuerwehrfahrzeuge, Geräte und Literatur und der Feuerwehr Holzhausen/Porta mit ihrer „neuen“ historischen Handdruckspritze.

Quelle: mig

BÜCKEBURG . Vereinschef Karl-Heinz Driftmann zeigt sich begeistert: „Das ist eine großartige Ergänzung unseres Bestandes, viel müssen wir daran nicht mehr machen.“

So wie sie da steht, macht die historische Handdruckspritze (Mitte 19. Jahrhundert) ganz schön was her. Die Räder in einem strahlenden Rot, die Pumpe aus goldenem Messing: So schön kann Feuerwehrtechnik sein – wenn sie denn gut gepflegt wird.

Ein halbes Jahrhundert –von 1860 bis 1910 – war das Gerät im Einsatz. Im Grunde eine lange Zeit, die aber kaum Spuren hinterlassen hat. Schon damals sind die Feuerwehrleute also offenbar äußerst sorgsam mit ihren Fahrzeugen umgegangen.

Eine Frage drängt sich dem Betrachter beim Anblick der Spritze allerdings auf: Wie soll so ein Gefährt einen Brand löschen? „Besser, als mit Eimern zu löschen, war das allemal“, sagt einer der Feuerwehrleute. Das zeigt auch ein Blick auf die inneren Werte: Rund 170 Liter pro Minute – das ist eine Hausnummer. Und eine gute Figur macht das elegante Gerät – plus Glocke – ja auch. Mit dem Aufkommen der Motorspritzen hatte die Handdruckspritze dann ausgedient. Ab sofort brauchte es nicht mehr die Muskelkraft mehrerer Männer, um die Pumpe anzutreiben. Dennoch: Die alten, kutschenartig gebauten Handdruckspritzen faszinieren bis heute – als ein großartiges Stück (Feuerwehr-)Technik.

Es gibt viele alte Schätze zu besichtigen

Wer das Gerät aus der Nähe erleben will, sollte die Gemeinschaftsunterkunft Scheier Straße in Bückeburg ansteuern. Dort hat der Oldtimerverein der Feuerwehr viele seiner alten Schätzchen versammelt, darunter vier Handdruckspritzen und ein historisches Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1957. Das Fahrzeug und andere Exponate haben die Vereinsmitglieder in mühevoller Arbeit hergerichtet und restauriert. Aktuell nicht zugänglich ist die Sammlung von Feuerwehr-Utensilien, die in Räumen auf der zweiten Etage untergebracht ist. In der Sammlung finden sich zahlreiche Exponate, wie Helme aus der Zeit vor 1945 oder aus der DDR sowie Urkunden zur Geschichte der Feuerwehr Bückeburg.

Zurdem soll noch eine alte Alarmglocke eingebaut werden, sozusagen als ein Schmankerl für die kleinen Besucher. Die offizielle Eröffnung der Unterkunft ist für September vorgesehen. „Wir fühlen uns hier richtig wohl und haben eine tolle Gemeinschaft zwischen allen Vereinen hier“, so Driftmann. Großgeräte könne der Verein aus Platzmangel zwar nicht mehr annehmen, dafür aber Fotos, Literatur oder historische Bekleidung. Für eines der nächsten Projekte – die Restaurierung der ersten Handdruckspritze Bückeburgs – sucht der Verein einen Stellmacher, der beim Austausch der Holzteile hilft. Die Spritze (etwa 1870) stand lange im Freien und war so der Witterung ausgesetzt.

Einen Dank richtete Driftmann auch an die Kameraden der Feuerwehr Holzhausen/Porta. Diese hätten sich gut um den Erhalt der nunmehr vierten Handdruckspritze im Besitz des Vereins gekümmert. Feuerwehrmann Andreas Korff zeigte sich sehr erfreut darüber, „dass unsere Spritze jetzt dem Publikum zugänglich gemacht wird“. Ihm und seinen Kameraden sei es wichtig, dass das Gerät – „ein Teil unserer Geschichte“ – hier für die Zukunft gesichert sei. mig

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr