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Mit einem feierlichen Staatsakt konstituiert

„Adolfinien“ erhebt sich Mit einem feierlichen Staatsakt konstituiert

Fünf Tage lang treiben die Schüler des Gymnasiums Adolfinum in Bückeburg Handel, verhandeln im Parlament über strittige Fragen, bieten Dienstleistungen an oder wirken als Teil der Staatsorgane. Sie haben ihren eigenen Kleinstaat gegründet, inklusive eigener Währung, dem „Finum“.

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Symbolische Schlüsselübergabe: Kanzler Maximilian Röbke und Direktor Michael Pavel.

Quelle: VHS

BÜCKEBURG. Die ersten Töne der Hymne von „Adolfinien“ sind gerade erklungen, da hat ein leichter Regen eingesetzt. Umso hingebungsvoller sangen die Versammelten: „Durch vereintes Bestreben soll dieser Staat sich erheben “ Die Grußworte, die von Käthe Hildebrandt („Adonis TV“) verlesen wurden, zeigten, dass nicht nur Politiker wie Ministerpräsident Stefan Weil (SPD) und CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann den Wert des Projektes sehr hoch einschätzen. Landrat Jörg Farr sieht darin eine „gute Möglichkeit, sich auf das echte politische und gesellschaftliche Leben vorzubereiten“. Eine ermutigende und anerkennende Grußadresse kam sogar aus dem Büro von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Lehrkräfte haben die Aufsicht

Unter gehisster Flagge übergab Schulleiter Michael Pavel die Schlüsselgewalt symbolisch an Kanzler Maximilian Röbke. Der war inzwischen von Parlamentspräsident Marvin Boje feierlich vereidigt worden, ganz im Sinne der Verfassung, ebenso sein Kabinett. Es wird von einer Fünf-Parteien-Koalition getragen. Dass „Adolfinien“ kein ungehemmter Freilandversuch ist, liegt in der Natur der Sache: Für die Aufsicht zeichnen immer noch die Lehrkräfte verantwortlich. Aber nicht wenige Pädagogen haben eine Beschäftigung in den Betrieben und Behörden gefunden und erleben ihre Schule einmal ganz anders.

Aus Klassenraum wird Diskothek

„Finum“: Die Währung des Kleinstaates in der Tradition Schaumburg-Lippes, aber mit demokratischer Struktur, kommt erst am zweiten Tag ins Spiel. Zunächst galt es, die Voraussetzungen für erfolgreiche Arbeit zu schaffen. Klassenräume wurden zu Studios, Werkstätten oder Diskotheken, in der Bibliothek bezog das Bürgerbüro seine Räumlichkeiten, für kulinarische Angebote waren die Gerätschaften und Zutaten bereitzustellen. Beamte gingen durch die Räume und verteilten Informationen und Meldezettel, von der Arbeitsbestätigung über den Ressourcenschutz bis zur Steuererhebung.

Möglich ist diese Projektwoche auch dadurch geworden, dass der Verein der Adolfiner tief in die Vereinskasse gegriffen hat. Klaus Schnierl wies als Vorsitzender in seinem Grußwort darauf hin, dass Vorstandskollege Steffen Behlau sogar in der gesamten Woche mitwirkt. In einer Vorbereitungsgruppe waren die Pädagogen Björn Riemer, Tatjana Kaouane und Dagmar Günther seit fast zwei Jahren federführend tätig und mit ihnen viele engagierte Schüler.

Gäste, die den Staat besuchen wollen, haben gegen eine Visumgebühr am Dienstag von 10 Uhr bis 18 Uhr sowie am Mittwoch und Donnerstag von 10 Uhr bis 15.30 Uhr Gelegenheit dazu. Freitag geht die Zeit von „Adolfinien um 13.45 Uhr mit einem öffentlichen Staatsakt zu Ende. vhs

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