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Moderner Festivaltag mit Jazz und Pop

Häppchen machen Appetit Moderner Festivaltag mit Jazz und Pop

Im Anschluss an die auf Schloss Bückeburg in Szene gesetzte Ouvertüre wechselte das Stelldichein der Vokalisten am Freitag in die ebenfalls historische Stadtkirche. Das just 400 Jahre alt gewordene Gebäude erlebte mit zahlreichen an Pop und Jazz orientierten Darbietungen den wohl modernsten Teil der drei Festivaltage.

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Der Konzertchor der Schaumburger Märchensänger.

Quelle: bus

Bückeburg (bus).  Mit von der Partie waren der Konzertchor der Schaumburger Märchensänger (Bückeburg, Leitung Sascha Davidovic) sowie die Formationen Tune Up (Bückeburg, Leitung Felix Grimpe), Das Xperiment (Hattdorf/Harz, Leitung André Wenauer), mixed voices (Barsinghausen, Leitung Annika Völlering und Frieder Schmidt), Crack-a-Jack (Dortmund, Stefan Kubny) und Vivid Voices (Hannover, Claudia Burghard).

 Bevor Publikum und Sänger kurz vor Mitternacht gemeinsam zum Marktplatz schlenderten, um hier den Tag mit einem besinnlichen Abendlied ausklingen zu lassen, brandete im Gotteshaus wieder und wieder tosender Applaus auf. Die Zuhörerschaft belohnte Titel von U2, Berthold Brecht, Phil Collins und Annie Lennox ebenso wie von Lennon/McCartney, Al Jareau, Simon & Garfunkel und Reinhard Mey.

 Aus Schaumburger Sicht von Interesse war die Tatsache, dass die in Bückeburg beheimateten Ensembles den zum Teil hoch dekorierten Gästen (Vivid Voices hat im vergangenen Jahr den deutschen Chorwettbewerb in der Kategorie „Populäre Chormusik a cappella“ gewonnen) durchaus das sängerische Wasser reichen konnten. Zwar legten sowohl Konzertchor als auch Tune Up einige Unsicherheiten bei der Programmgestaltung an den Tag – beide mochten sich nicht an die zuvor bekannt gegebene Reihenfolge der Lieder halten – insgesamt betrachtet gerieten ihre Auftritte aber zum großen Gefallen des Auditoriums. Die Märchensänger erhielten den stärksten Beifall für eine mitreißende Interpretation von Brechts Mackie-Messer-Moritat, Tune Up punktete unter anderem mit einem mutig arrangierten „I can’t dance“ (Phil Collins). Schade nur, dass alle Vorstellungen auf rund 20 Minuten begrenzt worden waren. Die musikalischen Häppchen machten großen Appetit auf weitere Kostproben.

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