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Anatevka begeistert im Bückeburger Ratssaal

Musical-Premiere Anatevka begeistert im Bückeburger Ratssaal

Eine gelungene Premiere hat der Musical-Klassiker Anatevka im Bückeburger Rathaussaal gefeiert.

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Mit „Wenn ich einmal reich wär“ begeistert Tevje, der Milchmann, alias Anton Leiss-Huber das Publikum im Rathaussaal.  

Quelle: wk

Bückeburg. Anatevka ist eines der bekanntesten Musicals: Im Jahr 1964 unter dem Titel „Fiddler on the Roof“ am Imperial Theatre in New York (USA) uraufgeführt, eroberte die humorvolle und gleichsam ernste Geschichte schnell die Herzen vieler Zuschauer und Kritiker.
Das lässt sich allein schon an den Auszeichnungen ablesen, die das von Jerry Bock (Musik), Joseph Stein (Buch), Sheldon Harnick (Liedtexte) konzipierte Stück einheimste. So wurde dieses Broadway-Musical 1965 gleich in neun Kategorien mit dem Theater- und Musicalpreis Tony-Award ausgezeichnet – etliche weitere Auszeichnungen folgten seitdem.

Berliner Tänzer, Schaumburger Sänger

Die Premiere der Anatevka-Aufführung am vergangenen Freitag im Bückeburger Rathaussaal – produziert vom Berliner Schauspieler und Theaterautor Jens Wassermann – war ein echtes Glanzlicht. Sowohl die Darbietungen der aus ganz Deutschland zusammengeholten Ensemble-Mitglieder sowie der Berliner Tänzer und auch die Leistungen des ausschließlich mit Schaumburger Talenten besetzten Chores (Leitung: Steffi Feindt) und der von Stephan Winkelhake geleiteten Klezmerband bewegten sich auf hohem Niveau.
Der Inhalt: In einem im russischen Zarenreich gelegenen, erdachten Städtchen namens Anatevka lebt – Anfang des 20. Jahrhunderts – Tevje, der Milchmann, mit seiner Familie, die einer jüdischen Gemeinschaft angehört, in der die Tradition hoch gehalten wird. Ehen beispielsweise werden hier noch von einer Heiratsvermittlerin arrangiert. Die drei ältesten seiner insgesamt fünf Töchter schießen diesbezüglich jedoch quer, indem sie sich ihre Ehemänner allein dem Herzen nach aussuchen.
Mehr noch: Eine Tochter wählt einen armen Schneider statt eines wohlhabenden Fleischers, die andere Tochter einen revolutionär veranlagten Studenten und die drittälteste Tochter einen nicht-jüdischen, russischen Soldaten.
Damit nicht genug, sieht sich nicht nur Tevjes Familie zunehmenden antisemitischen Drangsalierungen vonseiten des zaristischen Russlands ausgesetzt, die schließlich zur Vertreibung aller Juden aus Anatevka führen.

Bückeburgerin überzeugt in der Rolle einer Heiratsvermittlerin

Mit kräftigem Szenenapplaus quittierten die Zuschauer etwa das von Tevje (bravourös gespielt von Anton Leiss-Huber) in den Saal geschmetterte, jiddisch angehauchte Lied „Wenn ich einmal reich wär“.
Ausdrucksstark war auch die Bückeburgerin Miriam Heinze in der Rolle der Heiratsvermittlerin Jente. Darüber hinaus verkörperte die diplomierte Konzert- und Opernsängerin, die zudem die Produktionsleitung für dieses Musical innehat, auch noch den Tevje im Traum erscheinenden Geist Fruma Sarah.
Zusätzlich zu der gut besuchten Veranstaltung am Freitag präsentierte das Ensemble am Sonnabend und Sonntag an gleicher Stelle jeweils eine zusätzliche Aufführung in Bückeburg. Weitere Spielorte sind das Monschau Festival“ in Monschau (20. August), der Tiergarten Neustrelitz (26. August) sowie der in Babke gelegene „Sonnentor Hof“ (27. und 28. August). wk

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