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Musik und Tanz für das neue Hospiz

Bückeburg / Konzert Musik und Tanz für das neue Hospiz

Das gut besuchte Frühlingskonzert der Fördervereine „Via“ und „Lichtblick“ hat die Einrichtung eines stationären Hospizes in Bückeburg wieder ein Stück weiter voran gebracht.

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Quelle: mig

Bückeburg (mig). „Wir sind überwältigt und freuen uns riesig, dass so viele Menschen gekommen sind“, ließ Edeltraut Müller die Zuhörer im Rathaussaal wissen. Die Spender würden dazu beitragen, die Finanzierung des Betriebes sichern.

 Ein stationäres Hospiz in Bückeburg kostet Geld, viel Geld. Den Löwenanteil tragen zwar die Krankenkassen, zehn Prozent der Kosten müssten aber vom Träger selbst aufgebracht werden, so Edeltraut Müller, Vorsitzende des Fördervereins „Via“, beim Frühlingskonzert im Rathaussaal. „Bisher haben wir die Finanzierung für ein Jahr Betrieb gesichert“, rechnete sie im Gespräch am Rande der Veranstaltung vor.

 Mit dem Einzug in Haus Reiche (voraussichtlich im vierten Quartal 2015) werden jährlich zwischen 80000 und 90000 Euro fällig werden. „Dann geht es erst richtig los“, sagt Müller, die die Hauptaufgabe der Fördervereine deshalb auch im Klinkenputzen sieht. „Wir sind dazu da, das Geld aufzutreiben“, meint sie schmunzelnd. Umso schöner sei es, dass trotz des guten Wetters so viele Leute zu dem Frühlingskonzert gekommen seien.

 Große Freude herrschte an diesem Tag auch bei Gisela Vogt, der Leiterin der Hospizgruppe. „Es ist schön zu wissen, dass es bald losgeht. Die Unterstützung ist groß.“ Sie mache die Sterbebegleitung aus der Erkenntnis, dass niemand im Sterben allein gelassen werden wolle. „Wir versuchen, den Menschen die Angst zu nehmen, reden mit der Familie und erfüllen persönliche Bedürfnisse.“

 Wichtig ist der 15-köpfigen Hospizgruppe, dass dem Sterbenden dabei die Führung überlassen wird. „Wir nehmen uns ganz zurück und drängen niemandem etwas auf“, erläutert Vogt ihr Vorgehen. Mal führt sie Gespräche mit dem Sohn, dann wieder sitzt sie eine ganze Nacht bei dem Sterbenden am Bett. Der sterbende Mensch, so Vogt, habe in all diesen Dingen das Sagen.

 Den musikalischen Teil leitete dann der Schütte-Chor mit einem Mix aus Volksliedern („Veronika der Lenz ist da“) und Pop („When I’m sixty-four“) ein. Beim folkloristischen „El Dia que me quieras“ glänzten die Sänger einmal mehr mit einem homogenen Chorklang und präziser Artikulation. Besonders gut gelang „Somebody loves me“ von George Gershwin, das mit viel Drive zu Gehör gebracht wurde.

 Ebenfalls auf einem guten Niveau bewegte sich das Akkordeon-Orchester Bückeburg, das mit dem 1. Satz Allegretto aus „Palladio“ (Karl Jenkins) voll zu überzeugen wusste. Ein Traum von Südsee gelang mit „Granada“ von Agustin Lara und einem beeindruckenden Schlagwerkeinsatz. Schon fast bolerohaft kam das ausgezeichnete „Malaga“ von Joe Rixner daher.

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