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Musikalische Aushängeschilder

Bückeburg Musikalische Aushängeschilder

„Bückeburg als Kulturstadt ist froh über die Existenz von gleich zwei hervorragenden Formationen, die ihren Namen tragen“, hat Bürgermeister Reiner Brombach während der Eröffnung der Ausstellung „Den richtigen Ton getroffen“ betont.

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Dirk Hasse heißt die Teilnehmer der Ausstellungseröffnung willkommen.

Quelle: bus

Bückeburg. Sowohl die Big Band als auch das Blasorchester hätten den Namen „Bückeburg“ in die Welt getragen. „Beide haben Erfolgsgeschichten geschrieben und sind positive Aushängeschilder“, erklärte das Stadtoberhaupt und fragte rhetorisch: „Was können wir uns mehr wünschen?“

 Die vom Museum in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein und mit der Unterstützung zahlreicher Sponsoren realisierte Schau führt die (offiziell) 65 Jahre zurückreichende Geschichte der namensgleichen Klangkörper anhand zahlreicher Fotos und Schriftstücke vor Augen. Darüber hinaus sind historische Instrumente, Ausrüstungsgegenstände und Kuriositäten zu sehen.

 Die Ausstellungsmacher bilanzieren mehr als 60 Schallplatten, etwa 40 Rundfunksendungen und rund 30 TV-Auftritte und dokumentieren damit die außergewöhnlichen Leistungen der Interpreten. Auf großen Stelltafeln werden Gründungsgeschichte und einzelne Episoden der Kapellen-Historie erhellt, und selbstredend kommt auch die Musik nicht zu kurz – im Hintergrund sind mehrere Kostproben zurückliegender und aktueller Einspielungen zu hören.

 „Inoffiziell“, gab Dirk Hasse zu verstehen, „reicht unsere Geschichte bis 1946 zurück.“ Bereits in diesem Jahr hätten spätere „Jäger“ in Bückeburg zum Tanz aufgespielt. Der Vorsitzende des als Verein organisierten Blasorchesters, der insbesondere sein Pendant bei der Big Band, Georg Wolff, herzlich willkommen hieß, erläuterte die Unterschiede der beiden Formationen mit den Formulierungen „Profis“ und „Laien“. In der Band spielten Berufs-, im Orchester Hobbymusiker.

 Hasse räumte zudem das Gerücht aus der Welt, dass zwischen den Kapellen eine Rivalität bestanden hätte oder bestehen würde. „Konkurrenz hat es nie gegeben“, hob der Eröffnungsredner hervor. „Wir sind zwei in eins.“ Ein Zeichen der Gemeinsamkeit stelle unter anderem das Hubertuskreuz dar, das Profis wie Laien im Wappen führten. Eine weitere Facette dieser Gemeinsamkeit wird am Sonnabend, 6. September, im großen Saal des Rathauses der Ex-Residenz zu erleben sein, wenn alle Bückeburger Jäger zu einem gemeinsamen Konzert zusammenkommen.

 Eine musikalische Note hatte auch die Ausstellungseröffnung zu bieten. Dabei rief vor allen Dingen die zwischen dem „Jägerchor“ (Freischütz) und dem „Yorkscher Marsch“ als Klarinetten-Quartett angestimmte Beatles-Komposition „When I am 64“ Anerkennung, Schmunzeln und Beifall hervor.

 Kaum Gage: Die 1946 zunächst unter dem Namen „Commander Wing Band“ auftretenden späteren „Jäger“ erhielten als Entlohnung für ein Konzert im Ratskeller Stadthagen 23 Reichsmark, sechs Stück Blätterteigkuchen und 33 Zigaretten. Bezüglich der Glimmstängel ist zu bedenken, dass Zigaretten in der Nachkriegszeit eine Art Ersatzwährung darstellten und keineswegs gleich gepafft wurden.

 Zehn Hits: Die im Rahmen der Ausstellung zu Gehör gebrachte „Hitparade“ der Bückeburger Jäger umfasst die Kompositionen „Jäger Party“, „Waidmannsheil“, „Rock again“, „Erinnerung an Zirkus Renz“, „Fröhliche Weserfahrt“, „Gütersloher Jubiläumsmarsch“, „Saison in Cuxhaven“, „In grüner Tracht“, „What now my love“, „Danny Boy“ und „When the Saints go marching in“.

 230 Auftritte: Das Arbeitspensum der Musiker erreichte in den Anfangsjahren enorme Ausmaße. Für 1953 hält die Chronik rund 180, für 1954 etwa 230 Engagements fest. „Die Strapazen im Sommer sind groß, praktisch ein Leben im Bus, auf dem Podium und in fremden Betten“, notierte ein Ensemblemitglied. In den Wintersaisons ließen es die Interpreten ruhiger angehen.bus

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