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Bückeburg Stadt Musikschule darf hoffen
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Musikschule darf hoffen
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08:40 01.11.2018
Horst Tebbe (rechts) informiert Mitglieder der Aktionsgruppe über den geplanten Umbau der beiden Garagen. Quelle: tw
Bückeburg

Das bedeutet: Geht alles nach Wunsch, darf sich der Vorsitzende Horst Tebbe über EU-Mittel in Höhe von 100.000 Euro freuen. Leader ist ein EU-Förderprogramm zur Stärkung ländlicher Regionen. Wichtiges Merkmal ist, dass eine kreisweite Lokale Aktionsgruppe (LAG) vor Ort den Prozess bestimmt. Sie erarbeitet eine regionale Entwicklungsstrategie, in deren Rahmen dann über konkrete Projekte entschieden wird. Beim jüngsten Treffen der LAG unter Leitung ihres Vize-Vorsitzenden Bernd Schönemann hatte Tebbe das 248.000-Euro-Projekt „Musikschule Bückeburg“ an der Georgstraße 7 vorgestellt und unter den Mitgliedern um Zustimmung geworben.

„Im Rahmen des zweiten Bauabschnittes“, so der Vorsitzende, „planen wir den Umbau von zwei Garagen in der früheren Remise zu einem ebenerdigen Unterrichtsraum – und wollen die Bausubstanz des Objekts dabei auch gleich sanieren und mit einem neuen Eingang versehen.“ Darüber hinaus soll die Musikschule behindertengerechte Toiletten erhalten. Außerdem ist der Austausch derjenigen Holzfenster geplant, für die das Geld im ersten Bauabschnitt nicht mehr reichte.

In einem Jahr auf dem neuesten Stand

Läuft alles wie geplant, soll mit dem zweiten Bauabschnitt im April 2019 begonnen und die Maßnahme im November 2019 beendet werden. „Wenn all diese Maßnahmen abgeschlossen sind, wird die Musikschule für viele, viele Jahre auf dem neuesten Stand sein“, so Tebbe. Außer den EU-Mitteln sollen 51.000 Euro von der Stadt und 46.000 Euro vom Landkreis kommen. Ferner hofft die Musikschule auf 20.000 Euro von der Bingo-Umweltstiftung oder alternativ von der Klosterkammer Hannover.

Als Entscheidungshilfe hatte das Beratungsinstitut Sweco den Mitgliedern Projektskizzen an die Hand gegeben, in denen die vier Leader-Projekte nach einem Punkteschlüssel bewertet wurden. Dabei konnten sie jeweils zwischen 26 und 45 Punkten erhalten. Die Musikschule konnte 29 Punkte auf sich vereinen – und landete damit unter den vier Projekten auf Platz drei.

Im Vorfeld des einstimmigen Votums der Aktionsgruppe hatte Tebbe den Mitgliedern gemeinsam mit Bauingenieur Volker Wehmeyer vor Ort gezeigt, wohin die EU-Mittel für den ersten Bauabschnitt in Höhe von 100.000 Euro geflossen sind. Zum einen in neue Fenster, zum anderen in den Brandschutz, sprich in Brandschutztüren und eine als Fluchtweg dienende Außentreppe. „Brandschutz und Denkmalschutz vertragen sich dabei vorzüglich“, betont Wehmeyer. „Das meiste von dem, was wir in der Musikschule erneuert haben, werden Sie kaum sehen, und das ist gut so.“

Drei weitere Leader-Projekte

Nicht zu vergessen: Außer der Musikschule haben es drei weitere Projekte aus Schaumburg per einstimmigem Votum der Aktionsgruppe auf die Leader-Liste geschafft und dürfen sich damit Hoffnung auf EU-Mittel machen. Anrufbus-Zentrale Niedernwöhren:

Neubau mit Telefonzentrale, Teeküche, Aufenthaltsraum, zwei Büroräumen, Archiv und zwei Toiletten. Gesamtkosten 343.000 Euro, EU-Mittel 150.000 Euro. Wertung: 33 Punkte. Park an der Domäne Sachsenhagen:

Seniorenfitness- und Spielgeräte, Fußballkäfig, Beleuchtung, Bänke und Bepflanzung. Gesamtkosten 199.920 Euro, EU-Mittel 99.960. Wertung: 31 Punkte. Feggendorfer Stolln:

Strom- und Luftversorgung. Gesamtkosten 171.000 Euro, EU-Mittel 85.500 Euro. Wertung: 28 Punkte.

Von Thomas Wünsche