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Bückeburg Stadt Nachwuchssorgen bei Bückeburger Feuerwehr
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00:27 09.05.2015
Probesitzen im Feuerwehrfahrzeug: die drei Geschwister Stella (von links), Nevio und Rocco Bergmann. Die passenden Erläuterungen dazu gibt es vom Jugendfeuerwehrwart Heiko Schaper (rechts). Quelle: wk
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Obernkirchen (wk)

Präsentiert wurden dabei die Einsatzfahrzeuge der Stadtfeuerwehr nebst deren technischen Ausstattungen. Außerdem boten Jugendfeuerwehrwart Heiko Schaper und dessen Mitstreiter Besichtigungen des Feuerwehrgerätehauses an und standen für Gespräche rund um die Feuerwehr zur Verfügung. Die Resonanz allerdings war bescheiden.

 Gerade einmal rund 15 junge Leute hätten der mehrstündigen Veranstaltung einen Besuch abgestattet, berichtete Schaper, der jedoch dennoch einigermaßen zufrieden war. Denn im Vorfeld hatte er noch weniger Interessenten erwartet.

 Ein Problem vieler Nachwuchsfeuerwehren – einschließlich der aktuell zehn Mitglieder zählenden Jugendabteilung der Obernkirchener Brandbekämpfer – sei nämlich, dass die auf den späteren aktiven Dienst vorbereitenden Jugendwehren angesichts vieler vermeintlich attraktiverer Freizeitbeschäftigungen oft als nicht interessant genug empfunden werden, erklärte er. Dabei verwies er auf eine Werbeaktion, bei der er rund 400 in der Bergstadt lebende Kinder und Jugendliche angeschrieben hatte, um sie für ein Engagement in der Jugendfeuerwehr zu erwärmen. „Die Resonanz war aber null.“ Die Zielgröße für die Jugendfeuerwehr wären aus seiner Sicht indes mindestens 15 Mitglieder.

 Vor diesem Hintergrund freute sich Schaper also umso mehr über diejenigen, die jetzt zum Tag der offenen Tür gekommen waren. Darunter etwa Rocco Bergmann aus Obernkirchen. Die Feuerwehrautos und deren Ausstattung seien toll, und die Führung durch das Feuerwehrgerätehaus habe ihm ebenfalls gut gefallen, verriet der Neunjährige, der in Begleitung seines Vaters und seiner Geschwister war. „Ich habe Lust, bei der Jugendfeuerwehr mitzumachen.“

 Wenn seine Kinder Spaß daran hätten, könnten sie der Jugendwehr selbstverständlich gerne beitreten, sagte Papa Stefan Bergmann. Gleichwohl sah auch er das Problem, dass Jugendliche heutzutage vielfach andere Freizeitschwerpunkte haben.

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