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Nahwärmekonzept als Clou

Neues Versorgungsnetzwerk Nahwärmekonzept als Clou

Noch wird an letzten Details der Planungen gefeilt, im August soll der Bauantrag gestellt werden, Anfang 2017 soll der Startschuss für den Bau erfolgen: Das Herderquartier in der Altstadt nimmt Formen an.

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Das stadtbildprägende Eckgrundstück Schulstraße/Herderstraße wird durch den Abriss der benachbarten Gebäude erweitert. Dort entsteht der Neubau des Herderquartiers.

Quelle: kk

BÜCKEBURG. Wie Architekt Wolfgang Hein von der Obernkirchener VISION 12! Projektentwicklungs- und Planungs-GmbH auf Anfrage mitteilte, liegt das Hauptaugenmerk derzeit auf der Entwicklung eines Nahwärmekonzeptes. Vom Herderquartier aus könnten auch Gebäude der Kirchengemeinde und der Stadt in der Nachbarschaft mit Wärme versorgt werden.

Diese Lösung hat für Jörg Klostermann, Bau-Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung, Charme. Es werde geprüft, ob die Stadtbücherei angeschlossen werden könne. Klostermann: „Wir können uns das sehr gut vorstellen.“ Wenn die Stadt in den nächsten Jahren ohnehin Geld für die Modernisierung dieser Heizungsanlage in die Hand nehmen müsse – und das werde gerade überprüft –, lohne sich so ein Schritt. Förderprogramme des Bundes zur energetischen Stadtsanierung locken mit Zuschüssen und günstigen Darlehen. Das Programm verknüpft Anforderungen an die energetische Gebäudesanierung, effiziente Energieversorgungssysteme und den Ausbau erneuerbarer Energien mit demografischen, ökonomischen, städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Fragestellungen. Ziel ist es, nicht mehr nur ein Einzelgebäude, sondern Nachbarschaftsquartiere umweltfreundlich mit (Heiz-)Energie zu versorgen.

Wie Hein mitteilte, werde gerade geprüft, welche Gebäude angeschlossen werden könnten. Außer dem Neu- und dem Altbau im Herderquartier kommen möglicherweise die in der Alten Lateinschule untergebrachte Bücherei, aber auch benachbarte Gebäude der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Frage. Bückeburg könnte mit einem solchen Konzept eine Vorreiterrolle in der Region spielen.

Generationsübergreifendes Wohnen erwünscht

Im Herderquartier entlang von Schul- und Herderstraße sind 30 Mietwohnungen vorgesehen. Die meisten werden nach Standards des sozialen Wohnungsbaus errichtet und gefördert – entsprechend günstig sollen die Mieten ausfallen. Angesprochen werden besonders ältere Menschen, die gerne zentral in der Innenstadt in barrierefreien Wohnungen leben möchten. Dennoch soll keine reine Seniorenwohnanlage entstehen. Der Fokus liegt auf generationsübergreifendem Wohnen, auch für Singles oder Familien gibt es passende Quartiere.

Das Herderquartier wird aus verschiedenen Teilen entstehen. Kern ist ein V-förmiger Neubau auf dem Eckgrundstück Schulstraße/Herderstraße. Um Platz zu schaffen, werden zwei Gebäude an Schul- und Herderstraße abgerissen. Erhalten bleiben das Herderhaus und das Küsterhaus. Diese historischen Gebäude werden behutsam ihrer neuen Nutzung zugeführt, ohne komplett entkernt zu werden.

Auch gewerbliche Nutzung vorstellbar

Zur Schulstraße werden die Erdgeschossflächen im Herderquartier gewerblich genutzt, an der Herderstraße ist ebenerdig sowohl gewerbliche als auch Wohnnutzung denkbar. Investor Norbert Dittel von der Bremer Terranova und Hein denken an „Ergänzungsangebote“ zum Wohnen. Das könnten Praxen sein. Hein: „Wir sind gerade mit einem Pflegedienst im Gespräch.“ Unter dem Neubau entsteht eine Tiefgarage, die von der Herderstraße per Autolift erreichbar ist. Im hinteren Bereich sind großzügige Grünflächen vorgesehen.

Wie berichtet hatte sich die Kirchengemeinde bereit erklärt, ihre Grundstücke an der Herderstraße zu verkaufen, weil sie vom Konzept des „Wohnens in der Mitte der Gesellschaft“ zu sozialverträglichen Mieten überzeugt ist. kk

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