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Natur neu erleben

Arbeiten in der Niederung bald abgeschlossen Natur neu erleben

Die Umsetzung des Projektes „Naturerleben Bückeburger Niederung“ steht vor dem Abschluss. In wenigen Wochen, zum Start der neuen Saison für Radfahrer und Spaziergänger, sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

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Neues Wegekonzept für die Niederung: Heidornweg und Bürgerdamm werden gesperrt, dafür werden zwei Rundwege ausgeschildert und Parkmöglichkeiten. Infotafeln sind in Arbeit.

Quelle: GIS/Landkreis

Bückeburg. Darauf hat Bau-Fachbereichsleiter Jörg Klostermann von der Stadtverwaltung jetzt hingewiesen. Wichtiger Bestandteil des Projektes ist ein neues Wegekonzept für den Kernbereich der Niederung. Dabei werden Bürgerdamm und Heidornweg für Besucher gesperrt, um Fauna und Flora noch besser zu schützen. „Kanalisiert“ wird der Besucherstrom stattdessen durch zwei neue Rundwege und eine Anbindung, die den „neuen“ Altarm der Aue erschließt.

 So kann die Niederung weiter ihrer Rolle als Naherholungsgebiet und Ziel für Naturfreunde gerecht werden, ohne dass es zu großen Belastungen für die Natur kommt. Es hat sich nämlich inzwischen über die Grenzen von Bückeburg herumgesprochen, dass gerade Vogelfreunde dort gute Beobachtungsmöglichkeiten vorfinden. Zur Zeit des Vogelzuges ist die Niederung beliebtes Rastgebiet, bei Überflutungen finden viele seltene Arten Nahrung und Lebensraum.

 Besonders für Tierbeobachter wurden zwei Aussichtshügel angelegt, die einen guten Überblick über das artenreiche Feuchtgebiet gewähren. Diese werden noch mit Infotafeln ausgestattet, die Landschaft, Tier- und Pflanzenleben näherbringen und die im Stil an die der Radrouten angepasst werden. Angepflanzt werden auf den Hügeln noch sogenannte „Grünzäune“, um besonders die Vögel besser von den Besuchern abzuschirmen.

 Zum Verkehrskonzept gehört auch die Ausweisung von Parkplätzen am Heidornweg am Ortsrand von Petzen sowie an der Kornmasch bei der Kläranlage und an der Riehestraße in Nordholz. Sperrgatter im Norden am Bürgerdamm und im Süden am Heidornweg machen deutlich, dass auf beiden Wegen Radler und Fußgänger nicht mehr willkommen sind. Ihnen stehen aber die neu ausgeschilderten Rundwege, für die einige Lücken geschlossen wurden, offen.

 Nur landwirtschaftlicher Verkehr ist nach wie vor erlaubt. Zur Pflege des Gebietes sei man nämlich weiter auf die Zusammenarbeit mit den Landwirten angewiesen, erläuterte Klostermann.

 Mitfinanziert wird das Projekt durch die Stadt und den Landkreis Schaumburg. Den größten Anteil der Kosten übernimmt mit 22000 Euro die Bingo-Umweltstiftung. Der Förderverein Bückeburger Niederung war bei der Erstellung des Konzeptes mit im Boot und unterstützt es durch ehrenamtliche Arbeit. Zum Beispiel ist man an der Gestaltung der Infotafeln beteiligt. Diese werden in Kürze aufgestellt.

 Die Niederung ist eine von Menschen geprägte Naturlandschaft, deren Bedeutung für den Naturschutz erheblich ist. Daher wird seit Jahrzehnten an einer Extensivierung der Nutzung, besonders durch die Landwirtschaft, gearbeitet. Dabei galt es stets, gegensätzliche Interessen von Landwirten und Naturschützern unter einen Hut zu bringen. Das Verständnis sei aber auf beiden Seiten besser geworden, so Klostermann. Durch Flächentausch, Ankauf von Grundflächen für den Naturschutz und Renaturierungsmaßnahmen wurde viel erreicht.

 Klostermann sieht die Ziele im Kernbereich der Niederung mit Abschluss der laufenden Maßnahmen weitgehend erreicht. Nun gelte es, zu überlegen, wie es langfristig in den Randbereichen weitergehen soll. Politiker, Naturschützer und Landwirte müssten die weiteren Zielvorgaben abstimmen. Denn nicht zuletzt die Landwirte brauchten Planungssicherheit, um die Zukunft ihrer Betriebe zu sichern.  kk

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