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Naturraum als Kulturraum

Besonderes Schaumburg Naturraum als Kulturraum

„Landschaft sehen, erkennen, verstehen“ heißt ein Plakatprojekt im Rahmen der von der Schaumburger Landschaft betriebenen „Spurensuche“. Auf drei Plakaten im Format DINA2 und in einem Beiheft wird der Versuch unternommen, Natur und Kultur des Schaumburger Landes in der Gesamtschau darzustellen.

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Neues Plakatbündel ab sofort erhältlich: Dr. Karl-Heinz Oelkers (v.l.), Dr. Roswitha Sommer und Sigmund Graf Adelmann stellen das jüngste Ergebnis ihrer umfangreichen Spurensuche vor.

Quelle: thm

Bückeburg. Warum? „Der Landschaftsraum Schaumburgs ist ein ganz besonderer“, sagt Karl-Heinz Oelkers, der das Projekt „Spurensuche“ koordiniert. „Wir haben in Deutschland fast alles, was Deutschland zu bieten hat“, erklärt der Geologe. Nordsee und Alpen gebe es zwar nicht, und doch eile dem Schaumburger Land der Ruf einer deutschen Musterregion voraus. Es liege im Übergangsbereich vom Flach- zum Bergland mit der Lössbörde dazwischen. Flaches Küstenland im Norden, dann eine breite Mittelgebirgszone und im Süden das Hochgebirge – das findet man auch hier: das Steinhuder Meer, das Hügelland und schließlich – als Alpen-Gegenstück – den Hohenstein.

Eiszeit prägte das Grundgerüst weiter

Erdgeschichtlich betrachtet spannen sich die den Landschaftsraum prägenden geologischen Formationen von der späten Trias (vor 220 Millionen Jahren) über das Jura (bis vor 145 Millionen Jahren) bis in die mittlere Kreidezeit (bis vor 80 Millionen Jahren). Die schräg in der Erde übereinanderliegenden Schichten fallen von Süden nach Norden ab. An den Gebirgszügen befinden sie sich bisweilen direkt an der Oberfläche: im Lipper Bergland die jüngste Triasschicht (Rhätkeuper), im Weserbergland Material aus dem Jura (Korallenoolith) und am Bückeberg sowie in den Rehburger Bergen Sandstein (und Kohle) aus der Kreidezeit. Eiszeiten taten ein Übriges, dieses Grundgerüst weiter zu prägen.

Die drei jetzt erschienenen Plakate im Format DINA2 verdeutlichen diese Strukturen auf unterschiedliche Weise. Ein geologisches Schaubild zeigt die erdgeschichtlichen Epochen. Ein Höhenschnitt-Profil reicht vom Lipper Bergland im Südwesten bis zum Steinhuder Meer im Nordosten. Geologische Blockbilder zeigen, wo welche Schichten landschaftsprägend wirken. Auf einer Landkarte sind vier markante Punkte verzeichnet, die für die geologische Vielfalt unserer Region typisch sind. Darauf ebenfalls verzeichnet sind, wenn man so will, diverse Aussichtspunkte, von denen aus der Betrachter den Formenreichtum der hiesigen Landschaften anhand von Fotografien nachvollziehen kann.

16-seitiges Beiheft

Um die so dargebotenen Infos weiter zu vertiefen, gehört zum Gesamtpaket außer den drei Plakaten auch ein 16-seitiges Beiheft, das viele weitere Hinweise auf diesen schon früh besiedelten Kulturraum bietet. Die Texte stammen aus der Feder von Roswitha Sommer. Als Fotografen beteiligt waren Theodor Beckmann, Rudolf Gravermann, Karl Hampel, Alexandra Blume und Rudolf Fischer. Plakate und Beiheft gibt es in den Tourist-Infos in Bad Nenndorf, Bückeburg, Obernkirchen, Rinteln und Stadthagen sowie im Museum Rodenberg. kk

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