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Naturschutz kostet Geld

Neue Mitglieder gefunden Naturschutz kostet Geld

Seit Monaten wirbt der Naturschutzbund Deutschland im Landkreis Schaumburg um Förderer für den Naturschutz. Mit Familie Weimann konnte der Nabu gleich eine ganze Familie gewinnen: Die Bückeburger Familie ist das 500. neu geworbene Mitglied.

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Die Familie Weimann zählt jetzt zu den Nabu-Mitgliedern im Kreis.

Quelle: pr

BÜCKEBURG. „Denn Natur- und Artenschutz vor Ort braucht immer Unterstützung“, sagt Britta Raabe, die seit Mai 2015 die Regionalgeschäftsstelle des Naturschutzbundes (Nabu) im Weserbergland leitet und die Nabu-Gruppen in Schaumburg hauptamtlich unterstützt.

 Insgesamt elf Ortsgruppen gibt es seit Langem im Landkreis, und diese engagieren sich ausschließlich ehrenamtlich und wollen bereits erfolgreiche Artenschutzprojekte fortsetzen und weiter ausbauen. Eine besondere Aktion gab es jetzt in Bückeburg.

„Dazu informiert das Nabu-Werbeteam auf seiner Tour detailliert über Aktivitäten der Naturschützer vor Ort und macht Lust auf Natur“, sagt Raabe – und so klingelte auch bei Familie Weimann in Bückeburg ein junger Mann in blauer Nabu-Kleidung an der Tür. Was das nette Ehepaar zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass sie damit zufällig die 500. neu geworbenen Mitglieder im Landkreis Schaumburg geworden waren. „Umso überraschter war Herr Weimann später, als ich ihn telefonisch informierte“, sagt die Leiterin der Regionalgeschäftsstelle lächelnd und freut sich mit dem Ehepaar, der kleinen Tochter und dem schokobraunen Familienhund Amigo.

Bei der Übergabe des Begrüßungsgeschenkes zu diesem besonderen Anlass freute sich dann auch Mama Weimann, denn die Nabu-Broschüre „Gartenlust“ zur naturnahen Neugestaltung des Gartens kam wegen der gerade laufenden Erneuerung der Dränageschicht am Haus gerade recht. „Bei uns ist alles Erdreich um die Rückseite des Hauses abgetragen“, erzählt sie, und so empfand sie die Tipps zu pflegeleichten und Wildbienen fördernden Staudenanpflanzung im neu anzulegenden Beet als extrem hilfreich. „Denn bald wird das Erdreich wieder eingefüllt – und wir legen die neuen Beete an.“

Den Insekten fehlt es an Blühpflanzen

Auch Peter Walter, der Vorsitzende der Bückeburger Nabu-Ortsgruppe, hört das gern. Seine persönliche Herzensangelegenheit sind seit vielen Jahren die sogenannten solitären Hautflügler: einzeln lebende Wildbienen. Bei dem gemeinsamen Begrüßungsgespräch erläutert er daher nicht nur den Aufbau einer geeigneten Insektenunterkunft, sondern auch, warum viele „Insektenhotels“ leider nicht besetzt werden: Oft fehle es an geeigneten heimischen Blühpflanzen, die den Insekten über lange Zeit Nahrung bieten. „Heimische Stauden sind da am besten geeignet“, weiß Walter.

Interessiert lassen sich die Weimanns von Walter erläutern, welche Projekte der Nabu Bückeburg vor Ort verfolgt: der geplante Umbau des Trafoturmes zu einem Refugium für Schleiereule und Mauersegler zum Beispiel. Oder der Neubau eines Vogel-Beobachtungsstandes in der Bückeburger Niederung. „Das wird meinen Mann interessieren“, sagt Frau Weimann und fügt hinzu: „Er hat sich sofort bereit erklärt, den Nabu zu unterstützen: Das hat sein Vater auch schon getan.“ Da ihr Mann leider beruflich verhindert sei, werde er demnächst mal zu den monatlichen Gruppentreffen kommen, verspricht sie. Die Bückeburger Naturschützer treffen sich jeden zweiten Donnerstag ab 20 Uhr im Ratskeller. Aber bis dahin werden die Weimanns erst einmal den neue Meisen-Nistkasten aufhängen und die blühenden Stauden pflanzen, damit es im nächsten Frühjahr summen und brummen kann.

Wer den Nabu in der Region unterstützen möchte, kann das übrigens als aktives oder passives Mitglied in einer der elf Schaumburger Ortsgruppen tun. „Egal, ob Groß oder Klein – jeder ist herzlich willkommen“, lädt Raabe ein, denn: „Man muss kein Experte sein, um Natur- und Umwelt zu schützen.“ Und: Die Mitgliedschaft hat weitere Vorteile – zum Beispiel freien Eintritt bei zahlreichen Nabu-Veranstaltungen sowie in Naturschutzstationen deutschlandweit.

Im Landkreis  fast 4000 Mitglieder

Bei den jungen Naturfreunden, die als Unterstützer-Team für die Ehrenamtlichen vor Ort um Mitglieder werben, handelt es sich oft um interessierte Studenten. Die vorherigen Teams waren nun schon fast in allen Ortsgruppen und haben auf diesem Weg bereits 500 neue naturbegeisterte Unterstützer gefunden.

„Naturschutz kostet Geld, und unsere Aktivitäten benötigen dafür viele neue Unterstützer. Deshalb hoffen wir, dass zu den jetzigen Mitgliedern in der Region möglichst viele neue hinzukommen, denn mit einer Mitgliedschaft wird der gesamte Verband gestärkt“, erklärt Raabe. So bekomme der Umwelt- und Naturschutz eine gewichtige Stimme; denn die Mitglieder entscheiden aktiv über die Ausrichtung des Nabu mit. Mit Familie Weimann sind es im Landkreis Schaumburg inzwischen fast 4000 Mitglieder, denen die Natur besonders am Herzen liegt.  r

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