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Naturschutz soll Neubautrasse verhindern

Dialogforum in Bückeburg Naturschutz soll Neubautrasse verhindern

Eine Frage beschäftigte die Bückeburger Teilnehmer beim Dialogforum „Trassenbau im Deutschlandtakt“ des Bundesverbands Beruflicher Naturschutz und des Naturschutzverbands Niedersachsen: Ist ein Naturschutzgebiet in der Lage, die vom Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgeschlagene Neubautrasse aufzuhalten?

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Der Mittlere Bruch soll aufgrund der dort vorherrschenden enormen Artenvielfalt geschützt werden.

Quelle: jp

BÜCKEBURG. Schon seit einigen Wochen diskutieren Naturschützer, Landwirte und Vertreter der Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau der Bahn (Bigtab) die Möglichkeit, durch eine partielle Ausweitung des bestehenden Naturschutzgebiets „Bückeburger Niederung“ den Trassenplänen des Bundesverkehrsministeriums einen Riegel vorzuschieben.

Landrat moderiert

Darüber wurde nun auch öffentlich auf Einladung des Landkreises Schaumburg und moderiert von Landrat Jörg Farr gesprochen. Naturschützer wie der Vogelkundler Hans-Dieter Lichtner verweisen in diesem Zusammenhang immer wieder die Schutzwürdigkeit von Bereichen wie beispielsweise des Mittleren Bruchs aufgrund der dort vorherrschenden enormen Artenvielfalt. Schützenswerte Flächen befinden sich weiterhin im Norden der Bückeburger Niederung, hier insbesondere im Bereich der Ochsenwiesen bis hin zur Riehestraße sowie im südlichen Bereich des Rethofs bei Scheie.

Doch hält ein solcher Riegel auch wirklich? Oder gibt es nicht doch am Ende die Möglichkeit, auch in einem Naturschutzgebiet Schienenstränge zu verlegen, wenn nur die Priorität des Verkehrsprojekts und daraus folgend der politische Druck genügend hoch sind?

Der Riegel hält

Die Antwort lautetlaut der Experten: Ja, der Riegel hält. Egal, wie massiv ein Verkehrsvorhaben auch verfolgt werde, ein Naturschutzgebiet ist und bleibt tabu. So wie während des Dialogforums bestätigte Heinz-Werner Persiel, früher Referatsleiter Naturschutz der Obersten Naturschutzbehörde im Niedersächsischen Umweltministerium, heute Bundesvorsitzender des Bundesverbands Beruflicher Naturschutz, auf direkte Nachfrage unserer Zeitung noch einmal die Unüberwindbarkeit eines solchen Hindernisses für eine mögliche Neubautrasse.

„Durch ein bestehendes Naturschutzgebiet kommt die Bahn oder irgend ein anderes Verkehrsprojekt definitiv nicht durch“, so Persiel. „Es müsste in der Tat aufgehoben werden.“ Und genau das könne die Bahn eben nicht, die Zuständigkeit dafür lag früher in Niedersachsen bei den Bezirksregierungen und fiel nach deren Auflösung im Jahr 2004 den Landkreisen zu – in diesem Fall dem Landkreis Schaumburg. jp

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