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Neschen: Insolvenzverfahren eröffnet

Keine Einigung um die Rekapitalisierung Neschen: Insolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht Bückeburg hat heute für die Neschen AG und die Neschen Benelux B.V. das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet und damit den Antrag der beiden Gesellschaften von Mitte April dieses Jahres stattgegeben.

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Neschen-Stammsitz in Bückeburg: Das Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung ist eröffnet.  Archiv

Quelle: Archiv

Bückeburg. Das teilte der zuständige Insolvenzrichter am Amtsgericht Bückeburg, Wolfgang Gloede, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Die Unternehmen können also ihre Geschicke unter der Aufsicht eines Sachwalters eigenständig gestalten und schauen, wie sie „aus der Bredouille kommen“. Vieles sei noch ungeklärt, er könne nicht sagen, wie es ausgeht, sagte Gloede. Für den 29. September sei seitens der vom Gericht eingesetzten Rechtspflegerin ein Berichts- und Prüfungstermin anberaumt worden, der angesichts der Anzahl der Gläubiger voraussichtlich im Großen Rathaussaal stattfinden wird.

Wie Gloede sagte, hat der Gutachter in der Zwischenzeit sein Gutachten vorgelegt, das 60 Seiten umfasst. Der Experte habe festgestellt, dass alles zu seiner Zufriedenheit gelaufen sei und noch laufe.

Zwischenzeitlich hatte auch der Hauptgläubiger Sandton Financing III (Luxemburg) S.à. – „Sandton III“ einen Antrag beim Insolvenzgericht gestellt, dass ein „normales Insolvenzverfahren“ mit einem Insolvenzverwalter, und nicht das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung mit einem Sachverwalter eröffnet werden soll. Sandton habe ihren Antrag damit begründet, dass für sie Nachteile zu erwarten seien, sollte das Verfahren in Eigenregie über die Bühne geben.

Nachdem ihm der vorläufige Gläubigerausschuss Anfang dieser Woche signalisiert hatte, dass er dem Insolvenzverfahren in Eigenregie zustimmen werde und keine Benachteiligung Sandtons zu erwarten sei, habe er entschieden, dass dem Antrag der beiden Gesellschaften auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenregie stattgegeben werden könne, sagte Gloede.

Wie der Insolvenzrichter weiter ausführte, habe es zwischen Neschen und dem Hauptgläubiger Sandton zwischenzeitlich Gespräche über eine Refinanzierung von 24,3 Millionen Euro plus Besserungsschein über 20 Millionen gegeben, allerdings ohne Ergebnis. Wie berichtet hatte Neschen Anfang April beim Landgericht Bückeburg eine Feststellungsklage eingereicht, dass Sandton nicht Gläubiger des 24,3 Millionen Euro-Kredits nebst Sicherheiten geworden ist und hatte zudem beantragt, Sandton III als Grundpfandgläubiger aus dem Grundbuch zu löschen.

Nach Informationen unserer Zeitung will das Landgericht Bückeburg über ein Mediationsverfahren versuchen, eine Einigung zwischen den beiden Parteien herbei zu führen. rc

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Der Vorstand der Neschen AG hat beim zuständigen Amtsgericht Bückeburg einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gemäß Paragraf 270a Insolvenzordnung (InsO) gestellt, um den Restrukturierungsprozess in Eigenregie fortsetzen zu können.

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