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Neschen-Verkauf geplatzt

Blue Cap nutzt Rücktrittsrecht Neschen-Verkauf geplatzt

Der Verkauf von Neschen ist geplatzt. Das haben sowohl Neschen als auch der Käufer, die Blue Cap AG München, am Freitag mitgeteilt.

Bückeburg. Die neu gegründete Neschen GmbH sollte als Tochtergesellschaft der Blue Cap AG sämtliches betriebsnotwendiges Vermögen der Neschen AG einschließlich diverser Vertriebsgesellschaften übernehmen. Auch die Fortführung des einzigen Produktionsstandortes in Bückeburg gehörte zum Paket.

 Bis zum geplanten Übernahmestichtag konnten jedoch erforderliche Lastenfreistellungen durch Altgläubiger nicht beigebracht werden, heißt es in einer Adhoc-Mitteilung der Blue Cap AG. Die Verhandlungen seien an der Freigabe von Sicherheiten durch den Hedge Fonds Sandton Financing III (Luxemburg) S.a.r.l. gescheitert, schreibt Neschen.

 Blue Cap hat nun von einem vereinbarten Rücktrittsrecht Gebrauch gemacht. Neschen hat sich der Erklräung angeschlossen. Gestern sollte der Übergang wirtschaftlich wirksam werden.

 Sowohl Neschen als auch Blue Cap betonten, dass die Gespräche über eine Übertragung des operativen Geschäftsbetriebes fortgeführt würden. Am 20. Juni sei die bisherige Eigenverwaltung der Neschen AG i.I. durch Einsetzung des erfahrenen Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz abgelöst worden. Blue Cap und Geiwitz würden zur Neschen-Übernahme weiter im Gespräch bleiben, hieß es vonseiten der Blue Cap. „Wir bedauern diese Entwicklung, insbesondere auch für die betroffenen Mitarbeiter in Bückeburg“, äußerte sich der Vorstand der Blue Cap AG, Hannspeter Schubert. Im Vorfeld des geplatzten Verkaufs waren als eine Bedingung der Übernahme 17 Neschen-Mitarbeiter entlassen worden.

 Der Finanzinvestor Sandton hatte 2014 Verbindlichkeiten von Neschen in Höhe von 24 Millionen Euro plus eines Besserungsscheins von der damals die Kredite finanzierenden Bank erworben. Der rechtmäßige Erwerb wurde damals von Neschen infrage gestellt und sollte mit einer Feststellungsklage vor dem Landgericht Bückeburg geklärt werden. Im September 2015 hatte es unmittelbar nach der ersten Gläubigerversammlung einen Mediationstermin gegeben. Ob ein Ergebnis erzielt wurde, blieb offen.

rc

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