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Neschen steigert Umsatz um etwa vier Prozent

Bückeburg / Unternehmensbilanz Neschen steigert Umsatz um etwa vier Prozent

Die Neschen AG hat auch im ersten Quartal 2011 den 2010 eingeleiteten Wachstums- und Konsolidierungskurs fortgesetzt. Der Konzern erzielte einen Umsatz in Höhe von 25,6 Millionen Euro, der damit um etwa vier Prozent über dem des Vorjahreszeitraumes (24,6 Millionen Euro) liegt. Die Umsatzsteigerung steht auf einer soliden Basis, wie Neschen in der Zwischenmitteilung ausführte, da bei nahezu allen Produktgruppen Wachstum zu verzeichnen ist.

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Eine Verbesserung der Auslastung der modernen Beschichtungsanlagen, hier im Werk Bückeburg, ist ein wesentlicher Faktor für die Wiederherstellung der Ertragskraft der Neschen AG.

Quelle: pr.

Bückeburg (rc). Die einzelnen Landesgesellschaften und Absatzregionen hingegen entwickeln sich sehr unterschiedlich. Hohe Wachstumsraten sind im Inland (+20 Prozent) und von der US-Gesellschaft (+13 Prozent) erzielt worden. Dagegen ist die Nachfrage nach grafischen Produkten in den südeuropäischen Märkten sowie im englischen Markt aufgrund der schwierigen konjunkturellen Lage rückläufig beziehungsweise stagnierend.

Aufgrund der Notwendigkeit, Rohstoffpreissteigerungen an den Markt weiterzugeben, sei bei einigen Großkunden das Wachstum im Bereich der Volumenprodukte („Economy-Produkte“) geringer ausgefallen als erwartet. Lieferverzögerungen bei einigen wichtigen Artikeln hätten sich ebenfalls negativ auf das Umsatzwachstum ausgewirkt. Mittlerweile seien jedoch entsprechende Kundenaufträge akquiriert worden, sodass für das 2. Halbjahr mit einer höheren Wachstumsrate gerechnet werden könne.

Der Personalaufwand ist erwartungsgemäß und aufgrund der Tarifsteigerungen höher ausgefallen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres: 5,4 Millionen Euro zu 5,0 Millionen Euro. Zudem wurde im März bei der Neschen AG eine Einmalzahlung an die Tarifmitarbeiter in Höhe von 100 000 Euro geleistet als Teilausgleich für einen neu abgeschlossenen verbandsgebundenen Firmentarifvertrag, der für die nächsten drei Jahre das Entlohnungssystem regelt. Der Sachaufwand beträgt 4,6 Millionen Euro. Die Personal- und Sachkosten liegen im Bereich der Planung.

Der Neschen Konzern hat im 1. Quartal ein Ebit (der Gewinn vor Finanzergebnis, außerordentlichem Ergebnis und Steuern) in Höhe von 200 000 Euro erwirtschaftet, eine Marge von 0,6 Prozent. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Ebit von 700 000 Euro zu verzeichnen. Das Ebitda (der Gewinn vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) beträgt im ersten Quartal 900 000 Euro (Vorjahr 1,4 Millionen Euro) – eine Marge von 3,5 Prozent.

Die Verschlechterung der Ertragskennzahlen gegenüber 2010 resultiert auch aus der Schwäche der US-Währung gegenüber dem Euro, die sich mit einem Minus von 300 000 Euro in der Ergebnisrechnung niederschlägt, schreibt das Unternehmen. Aufgrund der eingeplanten unterjährigen Schwankungen im Umsatz hat die Gesellschaft im ersten Quartal nicht mit einer Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Für das laufende gesamte Geschäftsjahr werde aber eine deutliche Verbesserung aller Ertragskennzahlen erwartet.

Mit der finanzierenden Bank J.P. Morgan, die weiterhin eine Kreditlinie in Höhe von 30,8 Millionen Euro zur Verfügung stellt, wurde eine Verlängerung des Darlehens zu banküblichen Sätzen bis April 2012 vereinbart.
Das erzielte und zukünftig erwartete Umsatzwachstum basiert auf drei Säulen. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Neukundengewinnung im Bereich der Großkunden und Kunden, die Neschen-Produkte unter ihrem Namen verkaufen. Zudem erwartet Neschen einen Zugewinn von Marktanteilen durch den Verkauf der neuen Produkte. Auch das Thema der Nachhaltigkeit, das heißt die Nutzung umweltschonender Produkte, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Neschen hat hierzu das Produktangebot erweitert und werde die Entwicklung und Vermarktung von PVC-freien Folien weiter vorantreiben.

Im Ausblick auf das Gesamtjahr geht der Neschen Konzern davon aus, den positiven Umsatztrend der vergangenen Quartale fortsetzen zu können. Man erwartet für 2011 eine Umsatzsteigerung von circa fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr und will stärker wachsen als der Markt.

Die Herausforderung des laufenden Geschäftsjahres bestehe darin, stark steigende Rohstoffpreise durch Preiserhöhungen im Markt weiterzugeben und bei deutlich verlängerten Lieferzeiten der Rohstofflieferanten eine gute Lieferbereitschaft gegenüber den Kunden aufrecht zu erhalten. Die Absatzmenge im ersten Quartal belege, dass Neschen den richtigen Weg eingeschlagen hat. Unter der Voraussetzung, dass sich die wichtigsten Absatzmärkte stabil zeigen, erwartet die Neschen AG im 2011 ein positives operatives Ergebnis und eine Steigerung aller Ertragskennzahlen gegenüber 2010.

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