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Neue Kita-Küche für 145.000 Euro

Bückeburg Neue Kita-Küche für 145.000 Euro

Von einem externen Catering-Unternehmen angelieferte Mittagessen? Nein, das gibt es in der Kindertagesstätte (Kita) Unterwallweg in Bückeburg nicht.

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„Futtern wie bei Muttern“: Als Nachmittagssnack für die Kinder hat die Köchin Melanie Röbke in „ihrer“ neuen Küche einen schmackhaften Pflaumenkuchen gebacken. wk

Quelle: Michael Werk

Bückeburg. Seit Bestehen dieser städtischen Einrichtung, also seit 40 Jahren, wird dort nämlich in einer hauseigenen Küche von eigens hierfür eingestelltem Personal täglich frisch gekocht, um die damals 40, heute 140 betreuten Kinder zu verköstigen. Die erheblich gestiegene Nachfrage nach einer Mittagsversorgung hatte allerdings zur Folge, dass die einst ausreichend dimensionierte Küche mit der Zeit nicht mehr den gewachsenen Anforderungen entsprach.

In mehrwöchiger Arbeit – Baubeginn war im April 2015, Fertigstellung im Juli – wurde die betagte Kita-Küche daher sowohl räumlich als auch von der Ausstattung her erweitert. Dabei wurde ein zwischen dem Altbau und dem vom Hort genutzten Trakt gelegener Innenhof überbaut, um die Nutzfläche der Küche durch diesen neuen Anbau von vorher 17 Quadratmeter auf 44 Quadratmeter zu vergrößern, berichtet Bürgermeister Reiner Brombach. Zudem wurde ein rund neun Quadratmeter messender Lager-/Kühlraum geschaffen.

Auf insgesamt 145.000 Euro beläuft sich die von der Stadt Bückeburg für diese Umbaumaßnahme getätigte Investition, die – so Brombach – auch ein Konjunkturprogramm für die heimische Wirtschaft gewesen sei. Denn mit der Ausführung der unterschiedlichen Gewerke habe man nahezu ausschließlich Schaumburger Unternehmen beauftragt. Lediglich zwei der elf beteiligten Firmen kamen von außerhalb.

Stellt sich die Frage, warum die Stadt Bückeburg in der Kita Unterwallweg eine hauseigene Küche betreibt und nicht, wie wohl das Gros der anderen Kindertagesstätten auch, auf die Dienste eines Catering-Unternehmens zurück greift?

„Wir gehen davon aus, dass die meisten Caterer nicht die Qualität liefern, wie sie hier geboten wird“, sagt Brombach. Was unterm Strich günstiger sei – der Betrieb der Kita-Küche oder die Kosten für extern angelieferte Mittagessen –, sei indes „schwer zu sagen“. Zwar lägen auch der Entscheidung für die erfolgte Küchen-Erweiterung „wirtschaftliche Gesichtspunkte“ zugrunde, doch auch wenn die auf die Versorgung von bis zu 180 Kindern ausgelegte hauseigene Küche im Vergleich etwas teurer sein sollte, würden doch die Vorteile überwiegen. Und zwar eben in Form der hohen Qualität der Speisen, die die Köchin Melanie Röbke und die Beiköchin Gisela Knickrehm hier Tag für Tag zubereiten.

Zudem könne man schnell und flexibel auf besondere Ernährungsbedarfe eingehen, etwa wenn Kinder unter bestimmten Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden, ergänzt Iris Wilkening, die Leiterin der Kita Unterwallweg. Darüber hinaus sei es für viele Eltern ein wichtiges Kriterium, dass hier noch „selbst“ gekocht wird. Und insbesondere die ab mittags im Hort betreuten Schulkinder würden nicht selten gleich nach ihrer Ankunft einen Blick in die Küche werfen und Röbke oder Knickrehm fragen: „Was gibt es denn heute Leckeres?“ wk

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