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Neues Kohlkönigs-Duo

Jobst Steiner und Sonya Harmening Neues Kohlkönigs-Duo

Auf allen Feldern für Gleichberechtigung zu sorgen, ist nicht so ganz einfach. Lange Zeit gab es beim Dr.-Witte-Rott jedes Jahr nur einen Kohlkönig. Das hat sich 2015 geändert.

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Jobst Steiner und Sonya Harmening neue Kohlregenten.

Quelle: sig

Bückeburg. Wie sich das für deutsche Verhältnisse gehört, steht der Majestät jetzt eine Kanzlerin zur Seite. Das neue Duo sind Jobst Steiner und Sonya Harmening.

 Die feierliche Proklamation des Bückeburger Kohlkönigs vollzog im Le-Theule-Saal des Rathauses Rottchef Albert Brüggemann. Vorweg gab es natürlich das wohlschmeckende Mahl mit Kasseler, Kohlwürsten und Bauchfleisch. Die obligatorischen Salzkartoffeln wurden noch mit Bratkartoffeln ergänzt. Als alle Gäste gestärkt waren, suchte sich Brüggemann einige Männer und Frauen aus, denen er die nötige Stimmgewalt für einen gemeinsamen Gesangsvortrag zutraute. Mit ihnen zog er sich zur Einstimmung zurück. Zusammen lobten sie mit der Holzmichel-Melodie den neuen Grünkohlkönig und seine Kanzlerin aus.

 Vorweg verabschiedeten sie noch mit einem Song von Udo Jürgens die Vorgänger Jens Mühe und Ursula Gerntrup. Die Entscheidung, aus einem Solisten ein Duo zu machen, sei letztlich doch sehr naheliegend gewesen, meinte der Rottleiter. Mit Ausnahme des Rottfrühstücks beim Bürgerschießen wären die Frauen ohnehin in alle anderen Unternehmungen des Rotts integriert und damit ein fester Bestandteil der Gemeinschaft. Und sie trugen auch diesmal wieder maßgeblich zur guten Stimmung bei. Auch das Tanzen mache halt deutlich mehr Spaß, wenn „die holde Weiblichkeit“ dabei sei.

 Jobst Steiner freute sich sichtlich über die Krönungsfeierlichkeiten. Sein Zepter schmückte ein Büschel Grünkohl, und auch der Strauß von Sonya Harmening bestand aus diesem winterlichen Grün. Beide erhielten zudem eine Kette als Zeichen ihrer neuen Würde.

 Das Ungewöhnliche an Jobst Steiner sei, dass er noch alle Finger besitze, obwohl er Tischlermeister gewesen sei, sagte Brüggemann und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. In jedem Fall sei er ein würdiges Mitglied der Ahnenreihe dieser Bückeburger Kohlkönige. Viele können sich noch daran erinnern, dass Steiner etliche Jahre lang keine Säge bediente, sondern Chef des „Gildestübchens“ in der Trompeterstraße war.

 Sonya Harmening, Schwiegertochter des verstorbenen Bückeburger Kommunalpolitikers Jürgen Harmening, gab nach ihrer Proklamation ein Statement zu den Vorzügen des Grünkohls ab, der neben Mineralien auch Vitamin C enthält. Diese deshalb sehr gesunde Pflanze könne man als Rohkostsalat anbieten, zum Beispiel mit Bananen und Orangensaft.

 Die frisch gebackene Kanzlerin verteilte Rezepte dafür und außerdem für eine klare Grünkohlsuppe mit Kichererbsen und Tomaten. Das winterliche Mahl müsse nicht immer so deftig serviert werden, versicherte sie zur Freude der Vegetarier, die schließlich eine immer größere Anhängerschaft haben.  sig

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