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Neues System mit kleinem Haken

Stadtbus Neues System mit kleinem Haken

In Sachen „Stadtbus“ geht’s in der Bergstadt mit Riesenschritten voran. Sobald das Klinikum seine Pforten öffnet, soll das neue System starten. Allerdings: Gelldorf ist in der Streckenführung nicht berücksichtigt.

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Wird das Klinikum eröffnet, soll auch der Stadtbus starten: Von hier aus geht es im Kreisverkehr (fast) durch die ganze Stadt.

Quelle: mig

OBERNKIRCHEN. Bürgermeister Oliver Schäfer sieht den Nutzen vor allem darin, das Klinikum, die Nahversorger und seniorennahe Einrichtungen miteinander zu verbinden. „Das war das Ziel, und das haben wir – denke ich – ganz gut hingekriegt.“ Das neue System ist als ringförmiger Linienverkehr geplant. Als Starttermin vorgesehen ist Mitte/Ende April oder Anfang Mai.

Wenn es dann so weit ist, soll der 18-sitzige Kleinbus bis zu sechsmal täglich fahren – dreimal am Vormittag, dreimal am Nachmittag, wie Schäfer ausführte.

Die Preise orientieren sich an den Tarifen der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Schaumburg (VLS). Eine Kurzstrecke für Erwachsene kostet 1,90 Euro, eine Monatskarte 42 Euro. Laut Schäfer wäre dieser Preis von unter zwei Euro für eine Busfahrt nicht möglich, wenn es nicht den städtischen Zuschuss gäbe. Der Stadtbus soll zunächst für drei Jahre vergeben werden – vor einer Neuvergabe stünden dann die Ergebnisse und Erfahrungen von zwei Betriebsjahren.

Insgesamt sind 26 Haltepunkte vorgesehen, und damit zeigt sich Schäfer zufrieden: „Man erreicht auf dieser Route alle Nahversorger, außerdem werden viele Gebiete angefahren, in denen ältere Mitbürger wohnen.“

Bei aller Freude über das neue System: es gibt einen Haken. Weil die Ortschaft Gelldorf an einer konzessionierten Strecke liegt (B65), führt dort keine der geplanten Routen durch. Ausschlaggebend für diese Entscheidung sei gewesen, dass man sonst eine öffentliche Ausschreibung hätte machen müssen, sagte Schäfer. Das Problem sei, dass etliche Strecken in und um Obernkirchen an Konzessionäre vergeben seien und deshalb nicht berücksichtigt werden könnten. Die bisherigen Konzessionäre gingen davon aus, dass Gelldorf (in der Anbindung an Innenstadt und Klinikum) ausreichend versorgt sei. Immerhin, etwas Hoffnung machte Schäfer den Gelldorfern schon. Die jetzige Linienführung könne zukünftig durchaus ergänzt beziehungsweise verschoben werden, gab der Bürgermeister zu verstehen. Das müsse aber abseits konzessionierter Routen geschehen.

Interessant sei, dass der Landkreis die Vernetzung der überall entstehenden Stadt- und Gemeindebussysteme plane. „Man könnte dann von Lindhorst aus mit dem Anrufbus losfahren und bis Obernkirchen kommen, man bleibt immer im gleichen Tarifsystem.“ Der Landkreis will sich die elektronische Mobilitätszentrale durch Leader-Mittel fördern lassen.  mig

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