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Nicht ganz gerade in der Parklücke

Autofahrerin kann „Knöllchen“ nicht recht nachvollziehen Nicht ganz gerade in der Parklücke

Bettina Hilbig hat nicht schlecht gestaunt, als sie vor Kurzem nach dem Einkaufen in der Innenstadt zu ihrem auf dem Dr. Witte-Platz geparkten Wagen zurückgekommen ist: Ein städtischer Kontrolleur hatte ein „Knöllchen“ hinterlassen.

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Außerhalb der Markierung geparkt: Bettina Hilbig findet die Ausstellung eines „Knöllchens“ etwas kleinlich.

Quelle: pr., kk

BÜCKEBURG. Doch die Meinserin war sich sicher, dass sie die Parkzeit nicht überzogen hatte. Ein Blick auf die Verwarnung löste das Rätsel: Zehn Euro sollte sie bezahlen, weil sie „nicht platzsparend“ geparkt habe. Tatsächlich: Das rechte Hinterrad ihres Fahrzeuges ragte etwa 20 Zentimeter über die Markierung der Parkbucht hinaus.

Ein Handyfoto war schnell gemacht, ein Besuch in unserer Redaktion folgte. Hilbig ist sich durchaus bewusst, dass sie den Wagen nicht ganz korrekt abgestellt hat. Trotzdem ärgert sie sich über den Verweis: Der Parkplatz sei in diesem Bereich fast leer gewesen, sie habe doch niemanden behindert. Diese Verwarnung kommt ihr deswegen kleinlich vor. Ihre Überlegung: Was müsse so ein „Knöllchen“ erst für einen Eindruck auf auswärtige Gäste machen, die zum Einkaufen oder für Besichtigungen in die Stadt kämen? Wo sich Bückeburg doch so gerne aus gastfreundliche Stadt präsentiere. Ihr Foto stellt sie gerne zur Veröffentlichung zur Verfügung – als Warnung für alle, die es vielleicht mit dem Einparken mal nicht so genau nehmen.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung kann Ärger verstehen

Christian Schütte, zuständiger Fachgebietsleiter bei der Stadtverwaltung, kann auf der einen Seite Hilbigs Ärger durchaus verstehen. Aber: Häufig stelle sich die Situation für die Autobesitzer anders dar als für das Überwachungspersonal. Möglicherweise sei die Situation zum Zeitpunkt der Kontrolle eine andere gewesen, vielleicht seien doch andere Fahrzeuge behindert worden. Daher dokumentierten die Kontrolleure die Situation immer mit einem Foto. Diese hätten auch durchaus einen gewissen Ermessensspielraum. Schütte ist sicher, dass dieser auch in dem konkreten Fall genutzt worden sei.

Er warb aber auch um Verständnis für die Lage der Stadt: Jeder Autofahrer habe sich doch wahrscheinlich schon einmal darüber geärgert, dass Parklücken einfach nicht nutzbar gewesen seien, weil sie zum Teil durch danebenstehende Fahrzeuge blockiert würden. Und da wünsche man sich doch auch ein Einschreiten der Ordnungskräfte. kk

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