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Nicht in Details verzetteln

Bau- und Umweltausschuss Nicht in Details verzetteln

Die Auflagen der Genehmigungsbehörden sind eindeutig: Krippe und Kindertagesstätte in der ehemaligen Blindowschule an der Hinüberstraße sind nicht nur innen räumlich strikt voneinander zu trennen – es muss auch zwei unterschiedliche, klar voneinander abgegrenzte, Außenspielflächen geben.

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Der Außenspielbereich für den Kindergarten liegt entlang der Hannoverschen Straße.

Quelle: kk

Bückeburg. Daher ließ sich der Bau- und Umweltausschuss des Rates jetzt von Planer Thomas Köhler zwei unabhängige Konzepte vorstellen. Von außen werden die Spielbereiche nicht zugänglich sein. Im Ausschuss sollte es eigentlich um die grobe Linie gehen, kritisch diskutiert wurden aber auch schon Detailfragen wie die Bepflanzung. Dabei rückten standortgerechte heimische Pflanzen und eine größere Artenvielfalt in den Mittelpunkt des Interesses.

Anpflanzung von sechs Bäumen

Wie der Landschaftsarchitekt ausführte, befindet sich die Außenspielfläche für die ganz Kleinen, also für die Krippe, im Innenhof der ehemaligen Schule. Dort entsteht eine eingezäunte Spielfläche mit einem großen Sandspielbereich als Mittelpunkt, der von einem Sonnensegel beschattet wird. Darum herum führt ein geschwungenes Asphaltband, auf dem die Kinder Dreiräder, Roller oder Bobbycars „ausfahren“ können. Altersgerechte Spielgeräte, ein Abstellschuppen und ruhige Rückzugsnischen ergänzen das Angebot. Geplant ist die Anpflanzung von sechs hochstämmigen Bäumen, die Anlage von Hochbeeten für Kräuter und Naschobst sowie von Staudenbeeten. Vor dem Krippenflügel an der Hinüberstraße werden auf dem Grundstück neben dem Eingangsbereich zehn Pkw-Stellplätze und Fahrradständer geschaffen. Auch dort wird mit vier Bäumen, einer Hecke, Stauden und Bodendeckern begrünt.

Altersgerechte Spielgeräte

Ähnlich – wenn auch räumlich komplett getrennt – sieht das Konzept für den Kindergarten aus. Dort gelangt man von der Hannoverschen Straße aus zu den Stellplätzen und auf die Rückseite des Kindergartenflügels zum Eingang. Die Außenspielflächen liegen hier zur Hannoverschen Straße hin. Ein Teil wird mit einer Lärmschutzwand von der Straße abgeschirmt. „Möbliert“ wird mit altersgerechten Spielgeräten, die also etwas größer und belastbarer ausfallen als bei der Krippe. Gedacht ist beispielsweise an eine Mehrfachschaukel und an ein Kletternetz. Auch dort: Sandspielplatz, Asphaltband und Ruhebereiche. Die Bepflanzung ist ähnlich konzipiert, sodass das Grundstück trotz komplett getrennter Bereiche wie aus einem Guss wirkt. Gegrünt werden soll mit zehn Bäumen, Hochbeeten, Stauden und Gräsern.

Vom Planer waren unter anderen hochstämmige Sommerlinden, Hainbuchenhecken, Staudenbepflanzung ähnlich der Beete im Falkingsviertel, aber auch Gräser und Bambus vorgeschlagen worden. Ausschussmitglied Wolfhard Müller machte sich für eine größere Artenvielfalt stark: Statt Linden könnten verschiedne Obstbäume, Walnuss oder Kastanien gepflanzt werden – Bäume, mit denen die Kinder eher etwas „anfangen“ könnten. Auf Bambus sollte als nicht heimische Pflanze verzichtet werden, eine Wildsträucher- statt einer Hainbuchenhecke locke noch mehr Tierarten an.

Zwei Bäume versehentlich gekappt

Margreth Karnbach (Sachkundige Bürgerin) hinterfragte kritisch, warum auf dem Gelände zunächst viele schöne alte Bäume gefällt worden seien – nur um jetzt wieder neu anzupflanzen. Baubereichsleiter Jörg Klostermann musste einräumen, dass tatsächlich zwei Bäume von der beauftragten Firma versehentlich gekappt worden seien. Die übrigen, wie eine Eibe mit giftigen Teilen, seien entweder nicht Kindergarten geeignet gewesen oder hätten schlicht im Wege gestanden.

Aus bautechnischen Gründen werden zunächst die Spielflächen des Kindergartens angelegt. Diese werden dann vorübergehend von den Krippenkindern genutzt. Deren Spielbereich im Innenhof folgt dann im Sommer 2018. Wie berichtet verzögert sich die Fertigstellung der Krippe. Die Krippenkinder sollen Ende dieses Jahres einziehen, die Kindergartenkinder im Jahr darauf.

Der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger appellierte, sich jetzt nicht in Detaildiskussionen zu verzetteln, sondern das Konzept als Ganzes abzusegnen. Details im Sinne der Anregungen würde dann die Verwaltung einbringen. Diesem Vorschlag stimmte der Ausschuss zu. Auch der Verwaltungsausschuss stimmte Montag zu. kk

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