Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Nicht weggeschaut – Diebstahl verhindert

Bückeburg Nicht weggeschaut – Diebstahl verhindert

Durch sein couragiertes Eingreifen verhinderte ein 29-jähriger Israeli, der mit seiner Familie in Bückeburg lebt und in Ostwestfalen arbeitet, am Dienstagnachmittag um 16.15 Uhr auf dem Nachhauseweg in einem Nahverkehrszug einen Diebstahl. „Bezahlen“ musste der mutige Helfer mit einem Schlag ins Gesicht, „belohnt“ wird er mit viel Lob von der Bückeburger Polizei.

Voriger Artikel
Ans Leben in Deutschland anpassen
Nächster Artikel
Bezahlbare Mieten auch für Senioren

Bückeburg. Was war passiert? Nach Polizeiangaben waren dem Bückeburger bereits auf dem Bahnhof in Minden drei junge Männer aufgefallen, die sich in arabischer und deutscher Sprache unterhalten haben. Im Zug von Minden nach Bückeburg traf er das Trio im Zugabteil wieder. Dort versuchten die drei Männer, eine ältere Dame zu bestehlen. Sie gingen dabei nach Aussage des Zeugen organisiert und eingespielt vor. Einer der Täter hatte bereits seine Hand in die abgestellte Tasche der Frau gesteckt, als der Bückeburger diesen auf Arabisch ansprach und darauf hinwies, dass es keine gute Tat sei, die Frau zu bestehlen.

Der Diebstahl wurde so verhindert, doch nun geriet der couragierte Zeuge ins Visier der drei Täter. Er wurde in sehr aggressiver Weise in arabischer Sprache beleidigt, bedroht und erhielt schließlich einen Schlag ins Gesicht. Er wurde leicht verletzt, ließ sich aber nicht provozieren und erduldete die Konfrontation mit den drei Männern, bis er auf dem Bückeburger Bahnhof aussteigen konnte. Dort wurde er noch von einem der drei kurz verfolgt. Die Männer stiegen dann jedoch in einem Zug nach Minden und verschwanden.

Von den Tätern liegen Personenbeschreibungen vor, die Bückeburger Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen liegen nun im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei.

Der Pressesprecher der Polizei Bückeburg, Matthias Auer, hebt das besondere Engagement und „das vorbildliche Verhalten des mutigen Zugreisenden“ besonders hervor. Couragiertes Eingreifen wie in diesem Fall sei nämlich längst nicht üblich. Im Gegenteil: Viele fragten: „Was geht’s mich das an?“, „Was kann ich schon tun?“ und „Gibt es da nicht andere, die für so etwas zuständig sind?“ Diese „Wegguckermentalität“ sei weit verbreitet, nur all zu häufig würden Zeugen einer Straftat zuschauen, ohne einzugreifen.

So übrigens auch in diesem Fall: Andere Mitreisende standen dem Bückeburger in der Notsituation im Zug nicht zur Seite. Und die ältere Dame hat den Diebstahlversuch möglicherweise noch nicht einmal bemerkt. kk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg