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„Normalerweise bin ich eher vorsichtig“

Bückeburg / Neue Medien „Normalerweise bin ich eher vorsichtig“

Die Neuen Medien sind auf dem Vormarsch. Kaum ein Jugendlicher kommt ohne soziale Netzwerke wie Schüler VZ und Facebook aus – Onlinespiele, Chats und Youtube erweitern das Angebot zusätzlich.

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Quelle: mig

Bückeburg (mig). Welche Chancen, aber auch Risiken diese Entwicklung birgt, damit beschäftigte sich jetzt ein gemeinsames Bildungsprojekt „Medienkompetenz 2.0 – richtig umgehen mit Google, Facebook und Co.“ der Stiftung Sparkasse Schaumburg und der Graf-Wilhelm-Schule in Bückeburg.

 Eigentlich kennt sich Christian König ganz gut aus im Internet. Er schützt seine Daten und beschäftigt sich mit den Sicherheitseinstellungen. „Normalerweise bin ich eher vorsichtig“, sagt der 17-Jährige. Umso schlimmer traf es ihn, als vor einiger Zeit unter seinem Namen beleidigende Daten veröffentlicht wurden. Ein anonymer „Schmierfink“ hatte seine Identität angenommen und ihm damit viel Ärger aufgehalst. „Das war richtig schlimm“, meint der Schüler rückblickend. Vor allem die Tatsache, dass Dinge, die im Netz sind, nur schwer wieder zu löschen seien, habe sich als Problem dargestellt. Kopfschmerzen bereitet das Netz auch Sitznachbarin Marina Möhrke, Mutter eines Neuntklässlers. Man wisse gar nicht, was der Nachwuchs den ganzen Tag im Internet macht, schildert sie das Problem. Und: „Es kann einem schon angstmachen, dass unsere Kinder besser Bescheid wissen als wir.“

 Wie geht man verantwortungsbewusst mit den Neuen Medien um? Wo liegen Chancen und Risiken? Mit diesen und vielen anderen Fragen haben sich die Workshops für Schüler, Lehrer und Eltern an zwei Tagen beschäftigt. Vom Urheberrecht, bis hin zu Datensicherheit und Cybermobbing wurden verschiedenste Themen behandelt. Die Lösungen erarbeiteten die Schüler gemeinsam mit dem Team der Firma Mecodia. „Alle 5. bis 10. Klassen haben sehr gut mitgearbeitet und sich sehr interessiert gezeigt“, fasst Fabian Sauer seine Erfahrungen zusammen. „Ziel war es, die Jugendlichen über die Gefahren aufzuklären und sie für bestimmte Fragen zu sensibilisieren.“ Zugute kommt den beiden Referenten dabei, dass sie selbst noch relativ jung sind. „Die Schüler sehen, dass wir selbst digital unterwegs sind, und nehmen uns Warnungen vielleicht eher ab als einem Lehrer“, macht Kollege Felix Ebner deutlich. Das sei vor allem bei schwierigen Themen wichtig.

 Unter dem Motto „Generation online: Was machen unsere Kinder im Netz“ wurden neben Schülern und Lehrern auch die Eltern in Sachen Web 2.0 und „social media“ fit gemacht. Anhand von Live-Demonstrationen stellten die Experten die verschiedenen Dienste vor und gaben einen Einblick in ihre Funktionsweise. Schnell zeigte sich, dass vor allem anonyme Angebote, wie der Chat „Knuddels“, gefährlich werden können.

 Fabian Sauer loggte sich mit dem Pseudonym „Engelchen-Nessy“ ein und wurde schon nach wenigen Sekunden mit Nachrichten wie „Süßer Name, wo kommst Du denn her?“ oder „Stehst Du auf reifere Männer?“ angetextet. „Hier wird oft ohne Zurückhaltung aufs Ganze gegangen“, erläutert Sauer das Problem. Seine Empfehlung: „Wer chatten will, sollte Online-Communities nutzen.“ Aber auch bei Facebook gilt es, sehr vorsichtig zu sein. „Freundschaftsanfragen sollte man nur zulassen, wenn man die Person auch kennt.“

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