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Bückeburg Stadt Notfall kann richtig teuer werden
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Notfall kann richtig teuer werden
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19:25 03.05.2011
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Bückeburg (rc). „Der Weg zur diensthabenden Apotheke kann zum Beispiel für Alleinerziehende mit Kind, allein lebende Senioren oder Menschen ohne Angehörige zu einem Problem werden, wenn kein Fahrzeug zu Verfügung steht und das Geld für ein Taxi nicht reicht“, sagte Karlheinz Krause vom Arbeitskreis „Miteinander der Generationen“ des Bückeburger Bündnisses für Familie auf einer Diskussionsveranstaltung. Dort informierte der Bückeburger Apotheker Maik Bültmann über das Notfallsystem.

Circa 60 bis 80 Kunden würden den Notdienst an Wochenenden in Anspruch nehmen, berichtete Bültmann: „Wer nicht selber kommen kann, schickt Angehörige, Nachbarn oder Freunde. Wer niemanden hat, der für ihn zur Apotheke fährt, ist auf ein Taxi angewiesen.“

Die Inanspruchnahme der Notfallapotheke außerhalb der Öffnungszeiten kostet 2,50 Euro pro Besuch. Dieser Betrag werde von den Krankenkassen übernommen, wenn ein Rezept eingereicht wird, welches auch im Notdienst ausgestellt wurde, informierte Bültmann weiter. Häufig reiche aber bereits eine sinnvoll sortierte Hausapotheke mit Erkältungs-, Durchfall- und Schmerzmitteln, um die Notfallapotheke nicht in Anspruch nehmen zu müssen.

Wie der Apotheker weiter ausführte, wechselt täglich um 8.30 Uhr der Notdienst. Jede Apotheke hat alle 16 Tage Dienst, da die Apotheke am Rathaus in Bückeburg und die Rehrener Apotheke im Auetal am gleichen Tag dienstbereit sind. An jeder Apotheke steht angeschlagen, welche Apotheke Notdienst hat. Darüber hinaus informiert die Rettungsleitstelle auf www.aponet.de.

Die Bückeburger Apotheken haben als freiwilligen Service für die Bürger einen zusätzlichen „kurzen Notdienst“ eingerichtet. Am Montag, Dienstag und Donnerstag ist jeweils eine Apotheke in Bückeburg bis 19.30 Uhr geöffnet, damit die Bürger unmittelbar nach einem Arztbesuch ihr Rezept einlösen können, teilte Bültmann mit.

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