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Notfallversorgung bleibt gewährleistet

Klinikum-Umzug naht Notfallversorgung bleibt gewährleistet

Nur noch ein paar Wochen, dann wird es ernst. Denn im April soll voraussichtlich das Gesamtklinikum in Vehlen – mit dem sperrigen Namen „Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Schaumburg“ – seinen Betrieb aufnehmen. Und dies bedeutet, dass die Abteilungen der beiden kleineren Krankenhäuser aus Bückeburg und Stadthagen in einer konzertierten Aktion in das neue Klinikum umziehen.

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Bei der Krankenhausprojektgesellschaft zeigt Bettina Geißler-Nielsen einen Ausschnitt eines „Betriebsorganisationskonzeptes“, das Mitarbeiter der drei alten Krankenhäuser im Rahmen der Umzugsvorbereitung für das neue Gesamtklinikum erarbeitet haben.

Quelle: wk

Bückeburg. Das Kreiskrankenhaus Rinteln wurde bereits insofern aufgelöst, als dass dessen Stationen vor einiger Zeit auf das Bückeburger Krankenhaus „verlagert“ worden sind, sodass die logistisch aufwendigen Umzüge nach Vehlen nun nur noch von zwei statt drei Standorten aus erfolgen müssen.

Anzahl stationär versorgter Patientenmöglichst gering halten

„Wir ziehen an einem Samstag und Sonntag um, da wir dann die größte Beruhigung in den Gebäuden und im Straßenverkehr haben“, berichtet Bettina Geißler-Nielsen, Geschäftsführerin der Krankenhausprojektgesellschaft Schaumburg mbH. Dabei werde man im Vorfeld versuchen, die Anzahl der an jenem Wochenende im „Agaplesion“-Krankenhaus Bückeburg und im Kreiskrankenhaus Stadthagen stationär versorgten Patienten möglichst gering zu halten, indem planbare medizinische Eingriffe terminlich so gelegt werden, dass diese nicht mit dem Umzug konkurrieren.

Zudem würden die Krankenhäuser in Bückeburg und Stadthagen an diesen beiden Tagen von der Notfall-Versorgung abgemeldet. Erforderliche Notoperationen werden aber auch während der Umzugsphase vorgenommen – entweder an den bisherigen Standorten oder bereits in Vehlen.

"Sicherheit der Patientenist gewährleistet"

„So ein Umzug ist schon ein multifaktorielles Geschehen“, betont Geißler-Nielsen. Dementsprechend gebe es viele Einflüsse, die man trotz intensiver Planung letztlich nicht in Gänze einschätzen und kontrollieren könne. Es seien aber ausreichend Vorkehrungen getroffen, dass die Sicherheit der Patienten dennoch gewährleistet sei. So werde man etwa an den Krankenhäusern in Bückeburg und Stadthagen einen Facharzt bereitstellen, der Patienten versorgen kann, die sich dort mit gesundheitlichen Beschwerden in der Ambulanz vorstellen.

An dem Umzugswochenende werden die aus Bückeburg und Stadthagen nach Vehlen zu transportierenden Krankenhauspatienten in drei unterschiedliche Gruppen eingeteilt – und zwar in „gehende“, „liegende“ und „arztbegleitete“ Patienten, so Geißler-Nielsen. Erstere werden mit Mannschaftstransportwagen des Deutschen Roten Kreuzes in das neue Klinikum gebracht, die „liegenden Patienten“ indes mit Rettungswagen. Der Transport derjenigen Patienten, die von einem Arzt begleitet werden müssen, erfolgt ebenfalls mit Rettungswagen oder im Bedarfsfall sogar mit speziellen Intensivtransportwagen. Dabei führe man die jeweiligen Fahrten so durch, dass sich daraus „keine Risikoerhöhung“ für die Patienten ergibt, versichert die Geschäftsführerin.

280 Rollwagen müssennach Vehlen befördert werden

Außer den Patienten müssen im Rahmen des Umzuges zudem insgesamt rund 280 – mit medizinischen Utensilien, Medikamenten, Akten und anderen Dingen vollgepackte – Rollwagen „unterschiedlicher Art“ von Bückeburg und Stadthagen nach Vehlen befördert werden. Damit beauftragt ist eine auf solche Transporte spezialisierte Spedition, die auch hygienische Aspekte berücksichtigt. Denn die Rollwagen müssen vor der Anlieferung in Vehlen ebenfalls fachgerecht desinfiziert werden, um keine Krankenhauskeime „mitzuschleppen“.

Rechtzeitig vor dem entscheidenden Wochenende werden laut Geißler-Nielsen alle Mitarbeiter der drei alten Krankenhäuser in die für diese jeweils relevante neue Medizintechnik des Gesamtklinikums eingewiesen, damit es am neuen Standort keine Anlaufschwierigkeiten gibt. „Das ist auch eine echte Herausforderung“, unterstreicht sie. Denn dabei gehe es um viele neue Gerätschaften – angefangen bei Apparaten für das Herz-Kreislauf-Monitoring über Ultraschall- und Beatmungsgeräte bis hin zu Spritzenpumpen. Dabei würden von den jeweiligen Herstellern zunächst rund 80 medizinische Fachkräfte geschult, die dann als Multiplikatoren fungieren sollen, indem diese die restlichen Mitarbeiter unterrichten.

"Psalm-Platte" soll würdigenPlatz erhalten

Eine im Eingangsbereich des Bückeburger Krankenhauses vorhandene „Psalm-Platte“ wird übrigens zusammen mit etlichen anderen, von Förderern gestifteten Dingen ebenfalls nach Vehlen mitgenommen, wo sie einen würdigen Platz erhält. „Das ist schon wichtig“, sagt Geißler-Nielsen. Denn dabei gehe es darum, eine Art „Abschieds- und Erinnerungskultur“ zu pflegen. wk

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