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Bückeburg Stadt Nummer gegen Fahrrad-Kummer
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Nummer gegen Fahrrad-Kummer
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19:05 20.04.2012
Thorsten Köllner (rechts) codiert das Fahrrad von Hans Tümmler. Quelle: mig
Bückeburg

Bückeburg (mig). Es ist ein bisschen wie beim Tätowieren. Gabi Dehne stellt aus Metallziffern eine Schablone zusammen, dann wird die große Fräsmaschine angeworfen. Ein leises Surren ertönt – einmal, zweimal, achtmal, und schon sind die Ziffern im Lack. „Das ging aber schnell“, sagt der 86-jährige Hans Tümmler und beugt sich über den Rahmen seines neuen „Giant“-Rades. „SHG“ (für Schaumburg), „09“ (für Bückeburg), eine achtstellige Nummer für Straße und Haus, die persönlichen Initialen des Besitzers und eine Jahreszahl sind da zu lesen; eingerahmt wird der Code von einem Aufkleber (Aufschrift: „Finger weg! Mein Rad ist codiert“). „Damit und mit meinem gutem Schloss werden Diebe bestimmt abgeschreckt“, ist sich Hans Tümmler sicher. „Bisher ist mir jedenfalls noch kein Rad weggekommen.“

 Zufrieden mit der Aktion ist auch Gabriele Dehne vom Polizeikommissariat Bückeburg. „Die Codierung schreckt Diebe ab und hilft bei der Aufklärung“, sagt die Beamtin. Und sie gibt der Polizei neue Möglichkeiten an die Hand, wie ein Beispiel zeigt. „Wenn wir einen Radfahrer anhalten, können wir seine Angaben mit den gespeicherten Daten abgleichen“, erklärt Dehne. Dass die Codierung greift, lässt sich indirekt auch an den Zahlen der Kriminalstatistik der Bückeburger Polizei ablesen. So waren von 2500 in den vergangenen vier Jahren geklauten Rädern nur drei codiert, zwei dieser Räder konnten ihren Besitzern zurückgegeben werden.

 Um das Risiko eines Diebstahls weitgehend zu minimieren, sollte man sein Rad nicht nur codieren lassen, sondern ihm auch ein ausreichend sicheres Schloss gönnen. Dann sollte man sich einen Pfeiler suchen, an dem man es anschließen kann: „Es reicht jedenfalls nicht mit dem Schloss nur das Rad zu sichern“, warnt Swintha Burmester, Kontaktbeamtin der Polizei Bückeburg. Vorsichtig sollten Fahrradbesitzer übrigens überall dort sein, wo Räder lange und anonym stehen (Bahnhof, Schulen). Aufpassen muss man laut Swintha Burmester aber auch auf dem eigenen Grundstück. „Dort wird die Hälfte der Fahrraddiebstähle begangen.“