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Nun ist auch der zweite Gutachter schwer erkrankt

Bückeburg / Prozess Nun ist auch der zweite Gutachter schwer erkrankt

Der zweite Prozess gegen den mutmaßlichen Messerstecher von der Trompeterstraße ist vorerst geplatzt. Voraussichtlich im November nimmt das Bückeburger Schwurgericht einen neuen Anlauf.

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Bückeburg (ly). Für Sachverständige steht das Verfahren offenbar unter keinem guten Stern. Nachdem zum Auftakt bereits der eigentliche Prozessgutachter, ein Rechtsmediziner, schwer erkrankt war, ist nun kurz vor dem zweiten Sitzungstag dessen Vertreter ins Krankenhaus gekommen. Ohne Sachverständigen geht es jedoch nicht. Deshalb bleibt der Kammer unter dem Vorsitz von Richterin Eike Höcker, Präsidentin des Landgerichts, nichts anderes übrig, als im Herbst noch einmal von vorn anzufangen.

Eines steht jetzt schon fest: Mehr als zwei Jahre mit Bewährung können nicht rauskommen. Zu einer entsprechenden Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen hatte eine andere Kammer den Bückeburger (52) im Mai vergangenen Jahres verurteilt. Weil später nur noch der Angeklagte an seiner Revision vorm Bundesgerichtshof (BGH) festhielt, während die Staatsanwaltschaft ihr Rechtsmittel zurückgezogen hatte, darf sich der 52-Jährige gegenüber jenem ersten Urteil nicht verschlechtern.

Denkbar wäre allerdings auch ein Freispruch wegen Notwehr, weil sich ein Beschluss des BGH, der die Entscheidung aufgehoben hatte, offenbar so lesen lässt. Von einem Tötungsvorsatz geht die Staatsanwaltschaft ebenfalls nicht mehr aus. Im ersten Aufguss hatte die Behörde dies noch anders gesehen und sechseinhalb Jahre Haft gefordert, unter anderem wegen Totschlags.

Durch den Streit im früheren Aldi-Haus, der sich an lauter Musik (21-mal hintereinander „Griechischer Wein“) entzündet hatte, waren zwei Männer in Lebensgefahr geraten. Einer bekam einen Messerstich in den Hals, beim anderen stoppte die Klinge wenige Millimeter vor einem Leberlappen. Weil er nachts schlafen wollte, anstatt mit Musik zugedröhnt zu werden, hatte der Angeklagte die Nachbarwohnung betreten, in deren Vorflur es zum Streit kam.

Im ersten Prozess hatte der Angeklagte die Messerstiche zugegeben. Er will jedoch zuvor von den beiden Männern attackiert worden sein.

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