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Nur Mut

Die Kunst des Obstbaumschneidens Nur Mut

In der Theorie ist der Schnitt von Obstbäumen an sich kein großes Ding: Alles, was an Zweigen und Ästen zu viel dran ist, muss weg. Und das Ganze soll am Ende so aussehen, dass man – alte Gärtnerweisheit – „einen Hut durch die Krone werfen kann“.

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Auf der Streuobstwiese zeigt Olaf Zepernick den Kursteilnehmern, wie Obstbäume fachmännisch in Form gebracht werden, um eine reiche Ernte zu erzielen.

Quelle: wk

Bückeburg. Das heißt: Ein ausreichender Lichteinfall und eine gute Belüftung des Blätterwerkes nebst Früchten sollen gegeben sein. Steht man dann aber als Laie mit Astschere und Säge vor seinem Baum, verlässt einen nicht selten der Mut – aus Sorge, mit dem eigenen Tun möglicherweise doch genau die falschen Zweige und Äste zu entfernen und den Obstbaum dadurch ein für alle Mal zu ruinieren.

 Um Hobbygärtnern dabei ein bisschen unter die Arme zu greifen, hat der Ortsverein Bückeburg des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) einen Obstbaumschnittkurs auf der von dieser Gruppe in Bergdorf angelegten Streuobstwiese ausgerichtet. Als Referent war Olaf Zepernick, der Inhaber der in Lüdersfeld ansässigen gleichnamigen Baumschule, eingeladen. Gekommen waren rund 30 Frauen und Männer, die mit großem Interesse aufnahmen, was der Experte zu diesem Thema zu berichten hatte.

 Ziel des Obstbaumschnitts sei, die jungen Bäume schnell in die Ertragsphase zu bringen und sie dann lange in der Ertragsphase zu halten, erklärte Zepernick. „Dabei muss man bei einem Obstbaum in den ersten zwei, drei Jahren allerdings anders zu Werke gehen als bei einem älteren Exemplar.“ Wie dies in der Praxis umzusetzen ist, zeigte er den Kursteilnehmern am Beispiel einiger der rund 50 auf der Streuobstwiese wachsenden Obstbäume, die dort im Jahr 2010 angepflanzt worden sind und deren Schnitt laut dem Experten längst überfällig war.

 Des Weiteren wies er darauf hin, dass eine „gute Belichtung“ des Kroneninneren wichtig für das Ausreifen der Früchte sei. Relativ licht sollte die Baumkrone aber auch deshalb sein, damit der Wind die Blätter und die Früchte nach Regenfällen schnell wieder abtrocknen kann, denn dadurch könne das Risiko von Pilzerkrankungen erheblich verringert werden.

 Wolle man den Schnitt selbst durchführen, sollte man „ruhig mutig rangehen und immer die Zweige im Auge behalten, in die man die Kraft des Baumes hineinlenken will“, ergänzte Zepernick. Zudem erinnerte er daran, dass die beste Zeit zum Schneiden von Obstbäumen die Monate Dezember bis Februar sind, da sich die Obstbäume – wie alle anderen Pflanzen auch – in dieser Zeit in der „Vegetationsruhe“ befinden.

wk

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