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Offene Türen eingerannt

Bückeburg / Seniorenunion Offene Türen eingerannt

Man kann von den Thesen von Necla Kelek halten, was man will. Auf jeden Fall ist die unter anderem in Bückeburg aufgewachsene Forscherin und Buchautorin ein Musterbeispiel der Integration.

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Dr. Necla Kelek hielt einen Vortrag vor der Seniorenunion.

Quelle: jak

Bückeburg. Bückeburg. Und, daran lässt sie in ihrem Vortrag vor der Seniorenunion (SU) im Ratskeller keinen Zweifel, dabei hat ihre Zeit in der Ex-Residenz einen wesentlichen Beitrag geleistet.

Die promovierte Sozialwissenschaftlerin, Autorin islamkritischer Bücher und Trägerin zahlreicher Auszeichnungen beschrieb, wie sie in Bückeburg die Streitkultur kennengelernt habe, die es in dieser Form in der Türkei nicht gebe. „Im Unterricht war das gelebte Demokratie“, betont sie und verweist auf die lebhaften Diskussionen im Klassenzimmer. Sogar in den Supermarkt sei man gegangen und habe sich mit der Frage beschäftigt, wo die Waren herkämen.

Weniger lebhaft war die Diskussion am Ende ihres Vortrages. Das Publikum hatte nichts an den provokanten Thesen von Kelek auszusetzen. Doch so hätte es nicht sein müssen, ärgerte sich SU-Chef Friedel Pörtner. Denn trotz Einladung an die Moscheenvereine sei leider niemand aus der türkisch-muslimischen Gemeinde anwesend.

Kelek bekräftige in ihrem Vortrag die Thesen, die sie auch in Büchern und Artikeln vertritt. Die multikulturelle Gesellschaft sei gescheitert, in eine „Migrationsindustrie“ würden Hunderte Millionen Euro gepumpt, und es entstehe eine Parallelgesellschaft „mit abgeschlossenen Kiezen, mit eigener Justiz, mit einer eigenen Schattenwirtschaft“. Sie legte den Finger auf zahlreiche Schwachstellen der Integrationspolitik, gestand aber auch selbst ein: „Ein Konzept, wie es funktionieren kann, habe ich auch nicht.“ Dennoch sei es wichtig, die Probleme anzusprechen.

Sie plädierte, sich mehr auf die Rolle der Frau zu konzentrieren, da diese die Familien zusammenhielten und für das Verhalten der Töchter zuständig seien. „Ohne Frauen geht es nicht.“ jak

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