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Ohne Gesamtkonzept keine Entscheidungen

Bückeburg / Schulausschuss Ohne Gesamtkonzept keine Entscheidungen

Im Schulausschuss des Stadtrats ist erneut die Forderung nach einem Gesamtkonzept laut geworden, das sowohl den Ist-Zustand der Schulsituation in der Ex-Residenz beschreibt als auch deren zukünftige Entwicklung aufzeigt.

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Gurken und Häppchen aus der Küche der Grundschule für den Ausschuss, der in der Schule in Meinsen tagt.

Quelle: bus

Bückeburg (bus). „Schnellstmöglich“, betonte Ausschussvorsitzender Thorwald Hey, solle sich die Verwaltung an die Erstellung eines solchen Papiers machen.

 Das Fehlen eines Konzepts zog sich wie ein roter Faden durch die Beratungen des in der Grundschule Meinsen tagenden Gremiums. Etwa beim Tagesordnungspunkt „Bildung für Bückeburg“. Mit diesem Antrag will die CDU-Fraktion eine intensivere Beschäftigung mit der Schullandschaft erreichen. Den Auftakt könnte nach Darstellung von Axel Wohlgemuth (CDU) ein Experten-Workshop bilden. Zudem gehe es – „Wo steht Bückeburg im Bereich der Bildung? – um eine Bestandsaufnahme und um eine Verzahnung von dem, was Schulen, Eltern und die Gesellschaft leisten können und müssen. „Können wir vier Grundschulstandorte dauerhaft sichern?“, laute eine weitere zu beantwortende Frage. Und: „Wir sehen einfach, dass es an dieser Stelle noch Potenzial gibt, um Bückeburg nach vorn zu bringen.“

 Der Vorstoß des CDU-Fraktionsvorsitzenden stieß bei Wolfhard Müller (SPD) auf wenig Gegenliebe. Der Sozialdemokrat monierte vor allen anderen Dingen die nicht vorhandene finanzielle Grundlage des Vorhabens. Darüber hinaus müssten zunächst „grundsätzliche Dinge“ geregelt werden. Müllers Parteikollege Andreas Struckmann stand einer inhaltlichen Vertiefung der Thematik wesentlich positiver gegenüber. „Was spricht dagegen, wenn wir einmal eine Ausschusssitzung einberufen, die sich nur mit diesem Punkt beschäftigt?“, lautete dessen rhetorische Frage. „Prinzipiell gut“, findet Cornelia Laasch von Bündnis 90/Die Grünen diesen Gedanken.

 Beim Punkt „Zukünftige Beschulung der Kinder aus dem Ortsteil Cammer“ kam der „Konzept-Mangel“ ebenfalls mehrfach zur Sprache. Mit dem Thema hatte sich im Vorfeld der Sitzung auch ein mit allen Beteiligten besetzter „Runder Tisch“ beschäftigt. Hintergrund dieser Erörterungen ist der seit mehreren Jahren in der Diskussion stehende Wechsel der Cammeruner Grundschulkinder vom westfälischen Frille ins niedersächsische Meinsen. Im Rahmen der Versammlung hatte Cammers Ortsbürgermeister Hans-Georg Terner Zweifel am Erfolg dieses Umzugs geäußert. Mit Blick auf die starke Prägung der Bürger aus Cammer hin zu den westfälischen Nachbargemeinden vermutete der Ortsvorsteher, „dass im Endeffekt relativ wenig Kinder in Meinsen ankommen“ würden.

 Im Ausschuss wurde die Thematik in allgemeiner Form besprochen. „Wir sollten uns gründliche Gedanken machen und keinen Schnellschuss aus der Hüfte abfeuern“, fasste Wohlgemuth den Grundtenor zusammen. In die Angelegenheit spiele auch die Erhaltung des Grundschulstandortes Evesen hinein, merkte Müller an. „Unter Umständen müssen wir auch Tabus brechen können“, gab Ausschussvorsitzender Hey zu bedenken. Konkrete Entscheidungen oder Empfehlungen wurden nicht getroffen.

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