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„Operation Kurdenhilfe“ eröffnet

Sonderausstellung „Operation Kurdenhilfe“ eröffnet

Im Hubschraubermuseum ist die Sonderausstellung „Operation Kurdenhilfe“ eröffnet worden. Diese erinnert an 25 Jahre zurückliegende Ereignisse im Zusammenhang mit dem ersten Irak-Krieg.

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Henning Holzhausen schildert seine Sicht auf die Hilfsaktion.

Quelle: bus

Bückeburg. „Damals waren zwei Millionen Kurden aus dem Irak in den Osten des Iran und in den Norden der Türkei geflohen“, rief Kurator Thomas Mallwitz in Erinnerung.

 Der heutige Vorsitzende des Museumsträgervereins, der vor einem Vierteljahrhundert als Hubschrauberpilot im Iran im Einsatz war, nahm nun Kontakt zu vielen damals in die Hilfsaktion involvierten Kameraden auf, um Schriftstücke, Fotos und Videos zusammenzutragen. Die in die Bereiche „Türkei“ und „Iran“ aufgeteilte Ausstellung zeigt eine Auswahl des Materials.

Erster humanitärer Einsatz im Ausland

 Während der Eröffnungsfeier nahmen mehrere Grußredner sowie der damalige Heeresflieger-Kommandeur Oberst a.D. Henning Holzhausen und der damalige Bundeswehrarzt Dr. Stefan Pump, der heute als Allgemeinmediziner eine Praxis in Nienstädt führt, die Thematik auf. „Der Einsatz ist es allemal wert, gewürdigt zu werden“, meinte Karsten Becker. Zumal es sich seinerzeit um den ersten großen humanitären Einsatz der Heeresflieger im Ausland gehandelt habe, fügte der Landtagsabgeordnete hinzu. Holzhausen und Pump schilderten die Geschehnisse überaus detailreich und aus sehr persönlichen Blickwinkeln.

 Die Hilfsaktion nahm ihren Anfang im April 1991 mit einem Befehl, dem zufolge die in Rheine-Bentlage stationierten Heeresflieger zwölf Transporthubschrauber CH-53 nach Bakhtaran in den Iran verlegen sollten, um von dort aus kurdische Flüchtlingslager aus der Luft zu versorgen. Mallwitz flog eine der ersten vier Maschinen, die am 20. April in Rheine Richtung Iran abhoben.

 Bereits die Planung der Flugroute stellte eine außergewöhnliche Herausforderung dar. Da Österreich keine Überfluggenehmigung erteilte, wurde schließlich eine über die Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und die Türkei führende Route gefunden. Nachdem vor Ort erhebliche Anlaufschwierigkeiten mit teils skurril anmutenden Details bewältigt waren, verlief die „Operation Kurdenhilfe“ als solche relativ reibungslos.

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