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Bückeburg Stadt Osterbotschaft für Bückeburger Christen
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Osterbotschaft für Bückeburger Christen
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00:29 09.04.2015
Beim Osternacht-Gottesdienst wird die Stadtkirche nach und nach mit immer mehr Kerzen erhellt.  Quelle: jp
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Bückeburg/Obernkirchen

Die Bilder des zerschellten Flugzeugs würden beinahe jeden berühren, da fast jeder schon einmal in einem Flugzeug mitgeflogen sei. Und es werde längst als selbstverständlich angesehen, dass Technik funktioniere. „Wir vergessen dabei nur all zu oft: Unser Leben auf diesem Glücksfall Erde ist real und zugleich sehr zerbrechlich.“

Die Osterfreude sei gerade deshalb so lebensnah, da sie gerichtet sei auf die Verwandlung und Neuwerdung des leidenden und beschädigten Menschenlebens. Die Wirksamkeit der Osterbotschaft hänge dabei auch von uns Menschen selbst ab: „Wir sind es unseren Kindern und Enkelkindern schuldig, in Bildern, in Gleichnissen, in eigenen Erzählungen und Erfahrungen von der Kraft der Osterbotschaft zu erzählen und sie weiterzugeben.“ Aber die Osterbotschaft schenke auch Humor im Angesicht des Todes, ergänzte der Landesbischof mit dem berühmten Zitat Dietrich Bonhoeffers, der den Männern, die ihn hinrichten sollten, auf die Frage nach der Bedeutung des gekreuzigten Jesu geantwortet habe: „Für Euch nur das Ende, für mich der Beginn eines Neuen.“

Ein intensives Erleben des Lichts als Symbol der Osterbotschaft und der Hoffnung auf den Sieg über den Tod bot auch der Osternacht-Gottesdienst der Stadtkirchengemeinde am frühen Morgen des Ostersonntages: Begonnen wurde die Feier mit Pastor Jan-Uwe Zapke in der beinahe stockfinsteren Stadtkirche. Nach und nach wurden immer mehr Kerzen rund um den Altar und das Taufbecken entzündet, bis das Gotteshaus von ihnen hell erleuchtet war. Nach dem Gottesdienst lockte ein festliches Osterfrühstück ins Gemeindehaus.

Eine Besonderheit erlebte in diesem Jahr die Feier der Osternacht bei der katholischen Kirchengemeinde St. Marien. Bei dem traditionellen Ostergottesdienst am Sonnabendabend, der in diesem Jahr in der Kirche St. Joseph in Obernkirchen gefeiert und wie in jedem Jahr mit dem Entzünden der Osterkerzen am brennenden Feuer im Freien eröffnet wurde, erhielt mit Robert Christian Malcoci ein Erwachsener zugleich die Taufe und die Erstkommunion.

Das Evangelium nach Markus wolle mit seinem Bericht über die Frauen, die Jesu Grab geöffnet und den Stein davor weggewälzt vorfanden, ermutigen und im Glauben festigen, sagte Pfarrer Bogdan Dabrowski in seiner Predigt. Die Auferstehung Jesu ermögliche es dem Glaubenden, auch unüberwindbar scheinende Steine im eigenen Leben wegzuwälzen, so wie Streit, Enttäuschungen, Schmerz oder Krankheit. Gerade jetzt biete das Weltgeschehen dem Betrachter viele Steine, angefangen von Naturkatastrophen über Krieg, Flucht, Vertreibung und Elend bis zum nach wie vor fassungslos machenden Absturz der Germanwings-Maschine in den Alpen.

„Mitten hinein in diese Verhältnisse verkünden wir jedes Jahr die Osterbotschaft. Die vielen Steine verschwinden damit nicht. Aber wir können eine andere Sicht auf sie gewinnen. Auferstehung bedeutet: Der Stein ist ins Rollen gekommen.“ jp

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