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Patty-Zahl verdoppelt – und wieder ausverkauft

„Ährensache“ Patty-Zahl verdoppelt – und wieder ausverkauft

Hamburger und Cheeseburger auf einer bäuerlich-ländlichen Veranstaltung wie der „Ährensache“ – darauf muss man erst einmal kommen. Jörn-Christian Prange ist im vergangenen Jahr darauf gekommen und hat damit auf dem großen Tiere-, Trecker- und Technik-Treffen im Bückeburger Schlosspark einen Volltreffer allererster Güte gelandet.

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Jörn-Christian Prange (Zweiter von links) mit Ehefrau Angelika Prange (links) sowie Rainer Richter und Petra Richter an seinem Burger-Stand.

Quelle: jp

Bückeburg. Nur wäre die „Ährensache“ nicht die „Ährensache“, hätten es sich dabei um ganz gewöhnliche Burger gehandelt, wie man sie landauf, landab in beliebigen, meist amerikanischen Fast-Food-Ketten erhält: Der Nebenerwerbslandwirt aus Cammer bot seine Burger auch in diesem Jahr wieder mit Fleisch der eigenen, in Deutschland nicht allzu häufig vorkommenden Hereford-Rinder an.

 Seit rund neun Jahren hält Prange, der hauptberuflich in seinem Heimatort am Schamburger Wald ein Planungs- und Baugeschäft leitet, diese aus Großbritannien stammende Rinderrasse. „Tiere habe ich seit meiner Kinderzeit schon immer gehabt, daher ist es jetzt auch für mich als Erwachsenen völlig normal, Rinder zu halten.“ Und warum gerade Hereford-Rinder? „Diese Rasse ist sehr zahm und zutraulich und zudem äußerst robust“, erklärt der Cammeruner Nebenerwerbslandwirt, „daher können sie auch im Winter problemlos im Freien gehalten werden.“ Und gerade das wirkt sich enorm auf die Qualität des Fleisches aus: „Meine Tiere weiden das ganze Jahr und kriegen keinerlei Industriefutter.“

 Mit der Stadt Herford im benachbarten Ostwestfalen-Lippe haben die Rinder mit dem charakteristischen, weiß-braun gefleckten Fell indes nichts zu tun. Vielmehr stammen sie aus dem britischen Herefordshire, einer Grafschaft in der Region West Midlands, die im Westen an Wales grenzt. Während die Tiere in Deutschland bis vor der Wiedervereinigung kaum verbreitet waren, gehören sie in Nord- und Südamerika sowie Australien zu den am häufigsten gezüchteten Rinderrassen. Heute gibt es auch in Deutschland wieder viele große Herden, die meisten in den neuen Bundesländern.

 Pranges Rinder gehörten vom ersten Jahr an zum typischen Bild der „Ährensache“ und avancierten dort mittlerweile zu einem der beliebtesten Fotomotive. Für ein bisschen Aufregung sorgten sie in diesem Jahr, als die drei Hereforder Jungbullen aus Cammer ihre Umzäunung auf dem Schlossparkgelände vor den Tennisplätzen überwanden und sich anschickten, das übrige „Ährensache“-Gelände einmal in Augenschein zu nehmen. Mit tatkräftiger Hilfe vom benachbarten Galloway-Stand konnten die drei unternehmungslustigen Rinder allerdings schnell wieder dingfest gemacht werden.

 Von dem Erfolg seines Erstversuchs mit Hamburgern und Cheeseburgern aus deren Fleisch war der Cammeruner Zimmermeister im vergangenen Jahr selbst förmlich überrollt worden. Bereits am zweiten Veranstaltungstag waren die 300 vorbereiteten Pattys – so die Bezeichnung der gegrillten Hackscheibe in der Mitte eines Burgers – restlos vergriffen. Für die Schaumburger Landmesse in diesem Jahr verdoppelte er deren Zahl, doch auch für diese 600 Burger hieß es am Sonntagnachmittag: „Ausverkauft.“ Und im kommenden Jahr? Dann wird Jörn-Christian Prange mit seinen fleißigen Helfern sicherlich noch einmal draufsatteln müssen, um auch wirklich alle burgerhungrige Landmessebesucher zufriedenstellen zu können, dann vielleicht sogar mit einer vierstelligen Zahl von Pattys…jp

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