Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bückeburg Stadt Pinta-Brand: Versicherung springt nicht ein
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Pinta-Brand: Versicherung springt nicht ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:08 13.03.2019
In der Maulbeeke kam es durch kontaminiertes Löschwasser zu einem Fischsterben, Feuerwehr und THW errichteten Sperren. Quelle: rc
Bückeburg

Andere Firmen würden in solchen Fällen Spenden geben, sagte der Kämmerer: „Mal schauen, ob etwas kommt.“ Insgesamt muss die Stadt für knapp 24.000 Euro neue Ausrüstung wie Bekleidung, Helme oder Schläuche neu beschaffen oder hat sie schon beschafft. Als Grund wird im Bericht des Gutachters angeführt, dass beim Brand freigesetzte Stoffe das Gummi von Ausrüstungsgegenständen angegriffen hätten.

Die Halle der Firma Pinta im Gewerbegebiet Kreuzbreite war im September vergangenen Jahres nach einem technischen Defekt an einer Maschine komplett niedergebrannt. Kontaminiertes Löschwasser gelangte in die Kanalisation und beschäftigt die zuständigen Behörden bis heute, da bei Abrissarbeiten an der Halle erneut kontaminiertes Wasser in die Maulbeeke gelangte (wir berichteten).

Kontaminiertes Löschwasser

Wie berichtet liegt mittlerweile auch der 22-seitige Abschlussbericht zu den Folgeschäden vor. Durch den unmittelbar nach dem Brand veranlassten Einbau von Sperren in die Maulbeeke habe ein Eindringen von Löschwasser in den Schlossbach verhindert werden können. Das aufgestaute Wasser sei fortlaufend abgepumpt und letztlich nach einer Zwischenspeicherung (Regenrückhaltebecken und Vorklärbecken auf der Kläranlage) fachgerecht entsorgt worden. Eine Schädigung der Gewässerbiozönosen im Schlossbach sowie eine nicht vorhersehbare Störung im Betrieb der Kläranlage seien so vermieden worden, heißt es in dem Abschlussbericht unter „Zusammenfassende Bewertung/Handlungsbedarf“ weiter. Im Sediment der Maulbeeke seien keine relevanten Kontaminationen verblieben, diesbezüglich bestehe kein weiterer Handlungsbedarf. Es werde empfohlen, nach der vollständigen Räumung des Brandschadens auf dem Betriebsgelände Boden- und Grundwasseruntersuchungen durchzuführen, um schlüssig zu klären, ob aufgrund von Boden- oder Grundwasserkontaminationen noch Maßnahmen erforderlich seien.

Von Raimund Cremers