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Plan ist da, die Umsetzung hakt

Bückeburg Plan ist da, die Umsetzung hakt

Die Umsetzung des Sportentwicklungsplans kommt in der Ex-Residenz derzeit nicht richtig voran. Das ist während der Sitzung des Sport- und Partnerschaftsausschusses deutlich geworden.

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Bückeburg. Zum einen zog Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag zurück, einen Diplom-Sportlehrer einzustellen, der die Umsetzung des Plans in die Wege leitet. Zum anderen wurde deutlich, dass noch zahlreiche Gespräche geführt werden müssen, um Punkte des Entwicklungsplans auf den Weg zu bringen.

Dabei gibt es insbesondere Gesprächsbedarf zwischen den Schulen und den Sportvereinen im Rahmen der Ganztagsbetreuung, wie Ausschusschef Wolfhard Müller (SPD) anmerkte und ein Gespräch zwischen beiden Seiten anregte. Die Zusammenarbeit müsse verbessert werden, wie er in einem Gespräch mit dem Vorstand des Forums Bückeburger Sportvereine erfahren hat. Das Forum ist ein Ergebnis des Entwicklungsplans. Es gehe darum, Kinder in der Schule an den Sport heranzuführen und ihre Sportentwicklung zu verbessern sowie Vereine und Grundschulen zusammenzubringen.

Wie Iris Gnieser (CDU) anmerkte, laufe die Zusammenarbeit zum Teil gut, zum Teil nicht so gut. Der Vorsitzende des TVE Röcke, Joachim Klöpper, berichtete, dass Kooperationen zwischen Grundschulen und Sportvereinen im Zuge der Nachmittagsbetreuung schwierig seien: wegen der Kosten, genügend Übungsleiter zu finden, die auch noch nachmittags Zeit haben. Es müsse eine „Win-win-Situation“ für beide Seiten sein, sagte Klöpper. Er wies darauf hin, dass sein Verein „drauf“ zahle: „Die Frage ist, wie lange wir uns das noch leisten können.“ Denn letztlich gewinne ein Verein mit der Nachmittagsbetreuung kaum Nachwuchs. Auch die Umsetzung sei nicht befriedigend. Übungsleiter würden vor 20 Kindern stehen, von denen die Hälfte kein Sportzeug dabei hat. Dann sei die Halle verschlossen und niemand da, der aufschließe.

Kritik äußerte der Boss der TS Rusbend, Heinz Böhne. Es sei beschämend, wie mit dem Entwicklungsplan seitens der Stadt umgegangen werde: „Es gibt kein Konzept, wie er umgesetzt werden soll.“ Vereine hätten ihre Aufgaben erledigt, andere Inhalte seien noch nicht bearbeitet worden: „Das muss professionell gemacht werden.“ Es müsse eine Ratsentscheidung her, wie man etwas umsetzen will.

Zwischen Turnerschaft und Grundschule Meinsen laufe es dagegen. Übungsleiter würden aus dem Schuletat bezahlt, zudem dürfe man die Nachmittagsbetreuung seitens der Vereine nicht nur betriebswirtschaftlich sehen. Und: „In Zukunft kommen noch die Flüchtlinge.“

Zum Rückzug ihres Antrags erklärte Eva-Ute Tessendorf-Schierhorn (Grüne), dass noch „viele Gespräche“ geführt werden müssten, ehe über die Einstellung eins Diplom-Sportlehrers beraten werden könne. Bis auf einen Verein sei die Schaffung einer solchen Stelle von den Vereinen des Forums abgelehnt worden: „Keiner will das finanzielle Risiko eingehen.“ Rund 50.000 Euro würde eine solche Stelle jährlich kosten. rc

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