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Plan muss neu ausgelegt werden

Baufläche belastet Plan muss neu ausgelegt werden

Der Vorhaben- und Entwicklungsplan „Schlossbach-West“ für den Bau von 26 Wohnungen an der Friedrich-Bach-Straße in Bückeburg muss neu ausgelegt werden. Grund ist, dass nach der ersten öffentlichen Auslegung mehrere Stellungnahmen eingegangen sind.

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Krebserregende Benzopyrene sind unter dem Gelände an der Friedrich-Bach-Straße gefunden worden, auf dem drei Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Bodenaushub muss daher abgefahren werden. Nach Fertigstellung müssen alle nicht versiegelten Flächen mit mindestens 30 Zentimeter Mutterboden abgedeckt werden.

Quelle: rc

BÜCKEBURG. Diese haben so große Auswirkungen, dass der Plan überarbeitet und erneut ausgelegt werden muss. Diese zweite Auslegung kann im sogenannten öffentlichen und verkürzten Auslegungsverfahren erfolgen, da die Grundzüge der Planung nicht betroffen sind. Wie Baubereichsleiter Jörg Klostermann im Bau- und Umweltausschuss mitteilte, liegt für zwei der insgesamt drei geplanten Gebäude inzwischen ein Bauantrag vor. Vier Stellungnahmen machten die erneute Auslegung des Plans erforderlich.

Benzopyrene festgestellt

Altlasten:   Bei dem um 1920 als Eisbahn- und anschließend als Bauschutt- und Hausmülldeponie genutzten Gelände eines Textilherstellers sind bei Untersuchungen von drei Bodenproben Benzopyrene festgestellt worden, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die als krebserregend gelten. Der Gehalt der Proben liegt zwischen 0,018 bis 1,44 Milligramm je Kilogramm und damit über dem im August 2016 abgesenkten Grenzwert von einem Milligramm je Kilogramm im geänderten PAK-Erlass des Niedersächsischen Umweltministeriums, wie in der Vorlage der Verwaltung ausgeführt wird.

In dem neuen Plan wird daher festgehalten, dass der angefallene Bodenaushub von Fundamenten und Leitungsgräben nicht an Ort und Stelle wieder eingebaut werden darf, sondern anderweitig zu verwerten oder zu beseitigen ist. Um auch zukünftige Beeinträchtigungen, die von der Fläche ausgehen können, zu vermeiden und gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse zu gewährleisten, müssen nach Realisierung des Vorhabens alle nicht versiegelten Flächen mit mindestens 30 Zentimeter Mutterboden abgedeckt werden.

Intensivere Eingrünung: Hinter dem Grundstück läuft der Schlossbach, dessen Ufer bereits mit Büschen und Bäumen bestanden sind. Dieser Grünstreifen bildet ein Biotop, das es besser zu schützen und zu erhalten gilt, wie in der Vorlage ausgeführt wird. So wird vorgeschrieben, dass der Bereich um bis zu drei Meter verbreitert werden muss.

Heimische laubtragende Hecken pflanzen

Es sind heimische laubtragende Hecken zu pflanzen, zu pflegen, dauerhaft zu erhalten und bei Abgang durch gleichartige zu ersetzen. Die Höhe der laubtragenden Hecken wird entlang des Schlossbachs auf 1,5 Meter Höhe begrenzt, in anderen Bereichen, die ebenfalls zu bepflanzen sind, auf einen Meter Höhe.

Leitungsrechte: Die gegenüber der Fläche liegenden Stellplätze entlang der Mauer des Rosengartens gehören ebenfalls zu dem Bauvorhaben. Dort liegen bereits Leitungen der Stadtwerke und des Abwasserbetriebs. Dafür werden jetzt Leitungsrechte für die beiden Betriebe festgelegt.

Geltungsbereich: Da schlicht und einfach vergessen worden war, die gegenüberliegenden Stellplätze mit in den Vorhaben- und Entwicklungsplan aufzunehmen, müssen die Grenzen jetzt noch einmal neu festgesetzt werden. Dabei werden die entsprechenden Flurstücke der Stellplätze in den Plan aufgenommen.  rc

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