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Platz für Neues schaffen

Bückeburger Einzelhändler im Winterschlussverkauf Platz für Neues schaffen

Offiziell ist der Winterschlussverkauf bereits vor Jahren abgeschafft worden. Die Händler können jetzt selbst entscheiden, wann sie welche Rabattangebote machen.

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Von nix kommt nix

 Martina Kruse und ClaudiaHücker vom „Loft“ und „Augusta“ präsentieren ihren „Wintersale“.

Quelle: tla

Bückeburg. Doch auch in diesem Jahr halte der Einzelhandel meist an dem gemeinsamen Termin für den finalen Saisonausverkauf fest, teilte jetzt der Einzelhandelsverband fest. Bis zu drei Viertel der Geschäfte würden sich am freiwilligen Winterschlussverkauf (WSV) ab dem 26. Januar beteiligen.

 Hintergrund: Der Handel muss Platz schaffen für die neuen Frühjahrs-Kollektionen. Daher heißt es für weite Teile der Branche: „Pünktlich kommt der Winter zurück, und jetzt werden im WSV die Lager geräumt.“

 Bereits in den vergangenen Wochen sei es zu fast flächendeckenden Rabattaktionen genommen, jetzt folge mit dem Schlussverkauf das große Rabattfinale, teilt der Verband mit. Die höchsten Preisnachlässe seien bei Textilien, Schuhen und Wintersportartikeln zu erwarten. Besonders die Modehäuser müssten ihre Lager leeren, um Platz für die neue Ware zu schaffen. Durch den bisherigen eher milden Winter seien die Auslagen in den Geschäften noch gut gefüllt.

 Spielt der Winterschlussverkauf im Bückeburger Einzelhandel noch eine Rolle? Wir haben uns in einigen Geschäften umgehört – eine Stichprobe:

 In den Boutiquen „Loft“ und im „Augusta“ gibt es erneut einen freiwilligen Winterschlussverkauf: 50 Prozent Rabatt winken auf die Winter- und Herbstkollektion. Bis zum 31. Januar wird diese Rabattaktion sein, vielleicht auch noch länger. „Gegen Ende der Saison soll es immer Schnäppchen für unsere Kunden geben“, sagte Inhaberin Martina Kruse. Pünktlich komme zwar das Winterwetter zurück, trotzdem würden jetzt die Lager geräumt.

 Das kann auch Anke Martin von „Duo“ nur bestätigen. Dort geht der „Wintersale“ bis Februar, bevor auf die neue Kollektion umgestellt und die alte eingelagert wird. „Wir haben bereits viele Pullover verkauft“, so die Expertin. Im „Loft“ und „Augusta“ sind Stiefel, Jacken, Mützen und Hosen momentan gefragt.

 „Es sind nur noch vereinzelte Größen da“, berichtete die Inhaberin. Bei den Dekoartikeln gibt es Preisnachlässe, wenn bestimmte Serien auslaufen. Marina Kruse ist zufrieden – zarte, schöne Farben wie Rosé, Grün oder maritimes Blau in ihren Geschäften machen bereits Vorfreude auf Frühling und Sommer.

 Allerdings hat Delia Meyer von „decora e vive“ bereits nach einer Woche festgestellt, dass die Nachfrage nach reduzierter Ware vergangenes Jahr besser war. Bei ihr sind Kleidung und Textilien, Schuhe sowie Schals und Tücher erheblich reduziert. „Ich freue mich schon auf die Frühjahrsware, die jetzt nach und nach kommt“, sagte Meyer.

 Den passenden Winterschuh verspricht das Schuhhaus Schneider – bereits seit Ende Dezember zu deutlich vergünstigten Preisen.

 Für den Skiurlaub oder eine Reise in den sonnigen Süden bietet Peter Schmidt, Inhaber von Lederwaren Trend, Koffer und Handtaschen an. Er hält an der Tradition fest, die nach seinen Worten auch viele Kunden zu schätzen wissen: „Wir machen immer einen Winterschlussverkauf“, sagte Schmidt. Klassiker würden bei ihm meistens reduziert. tla

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