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Podest-Proteste verpuffen – Bau geht weiter

Bückeburg / Bauausschuss Podest-Proteste verpuffen – Bau geht weiter

Der „Theaterbühnen“-Bau vor dem Haus Lange Straße Nr. 18 hat am Donnerstagabend (19. August) auch den Bau- und Umweltausschuss auf den Plan gerufen, obwohl das Thema nicht auf der Tagesordnung stand.

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Nach einem Ortstermin von Architekt und Bauamt sowie der Begutachtung einer Probepflasterung (links im Vordergrund), um eventuell doch noch mit drei Stufen auszukommen, ist jetzt die Entscheidung gefallen: Es wird weiter gebaut, wie geplant. © rc

Bückeburg (rc). „Das ist uns so nicht vorgestellt worden“, ereiferte sich die Ratsfrau Ulrike Eggers (CDU). „Was da abgeliefert wird, ist ein Unding“, so Rüdiger Homeier (FDP): „Erst ist von zwei Stufen die Rede, jetzt werden es vier.“ Es sei der Vorschlag unterbreitet worden, Treppe und Rampe in das Innere des Gebäudes zu verlegen. „Warum ist dieser Vorschlag nicht mit Nachdruck verfolgt worden?“

Ratsherr Ludwig Pohl (CDU) verwies auf das Protokoll der letzten Sitzung und erinnerte daran, dass laut des Protokolls nach dem Führen von Gesprächen im Ausschuss noch einmal über das Thema beraten werden sollte. Gerd Heinrichsmeier (SPD) sagte, dass dieser Bau ein weiterer Grund für den Vertrauenverlust der Bürger in Politiker sei: „Ich werde gefragt, passt Ihr denn überhaupt nicht auf?“ Dagegen Gerhard Schöttelndreier (UWG), der nach einer Besichtigung sagte: „Das ist ein Sturm im Wasserglas, das sieht gut aus.“

Baubereichsleiter Jörg Klostermann widersprach und wies darauf hin, dass der Bau so vorgestellt und dargestellt worden und eine „optimale Lösung“ sei. Seitens des Bauamtes sei im Gespräch mit dem Architekten versucht worden, eine Lösung im Inneren des Gebäudes zu finden. Dies sei nicht möglich, da die Kellerdecke des Hauses zu dünn und die Statik problematisch geworden wäre. Es sei zwar beschlossen worden, den Bau erneut im Ausschuss zu beraten, gab er den Protestlern recht. Nach den Erörterungsgesprächen sei die Treppe samt Rampe dann aber direkt im Verwaltungsausschuss abgesegnet worden. Homeier: „Wir sind übergangen worden.“ Pohl resignierend: „Es ist entschieden, es wird gebaut, da werden wir wenig dran ändern können.“

Gestern Mittag gab es einen Ortstermin von Bauamt und Architekt vor Ort. Eine Probepflasterung, um eventuell doch noch mit drei Stufen auskommen zu können, ergab, dass die Pflasterung zwischen Fahrbahn und Treppe zu steil geworden wäre und eine erhebliche Sturzgefahr bestanden hätte. So bleibt es bei der vierten Stufe. Baubereichsleiter Klostermann anschließend auf Anfrage unserer Zeitung: „Es läuft wie vorgestellt.“

Dennoch muss das Pflaster in der Langen Straße großflächig aufgenommen werden, um die erforderlichen Höhen zu erreichen. „Die wollen damit doch nur eine fünfte Stufe verhindern“, spottete ein ungenannt bleibend wollender Experte. Auch oberhalb des Podestes in Richtung Stadtkirche muss die Gehwegpflasterung großflächig aufgenommen und höher gelegt werden, um den barrierefreien Zugang in das Ladengeschäft für Rollstuhlfahrer und Rollatoren zu ermöglichen. „Wie die das hinkriegen wollen, ist mir schleierhaft“, spottete derselbe Experte: „Den riesengroßen Buckel bekommen sie jetzt doch erst recht.“

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