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Politik muss Farbe bekennen

Bückeburger Ratspolitiker haben Entscheidung beim Stadtsanierungsprogramm zu finden Politik muss Farbe bekennen

Soll Bückeburg in diesem Jahr offiziell in ein weiteres Stadtsanierungsprogramm einsteigen oder nicht? Diese Frage müssen in nächster Zeit die Ratspolitiker beantworten.

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Egal ob Sanierungsgebiet oder nicht – das ehemalige E-Center an der Wilhelm-Raabe-Straße muss in jedem Fall abgerissen werden.

Quelle: kk

Bückeburg. Dabei geht es um wichtige städtebauliche Weichenstellungen im Bereich rund um die Windmühlenstraße. Bereits 2011 war ein Entwicklungsplan unter dem Titel „Stadtumbau West“ aufgelegt worden, voriges Jahr hatte das Land die Freigabe erster Zuschüsse signalisiert. Problem: Auch Bückeburg muss entsprechende Mittel lockermachen.

 Kernfrage: Wie groß ist der Handlungsbedarf in dem Mischgebiet wirklich, das sowohl Wohn- als auch Gewerbebebauung umfasst? Von Befürwortern eines offiziellen Sanierungsgebietes wird gerne auf die Flächen und Gebäude des ehemaligen E-Centers an der Ecke Windmühlen-/Wilhelm-Raabe-Straße verwiesen, die derzeit von einem Sonderpostenmarkt genutzt werden. Diese müssen abgerissen werden, der Bereich muss überplant werden. Baubereichsleiter Jörg Klostermann von der Stadtverwaltung wies aber darauf hin, dass dieses Vorhaben in jedem Fall angegangen werden müsse – völlig unabhängig davon ob Sanierungsgebiet oder nicht. Es gebe vertragliche Vereinbarungen zu erfüllen. Dort Wohnbauflächen auszuweisen, sei Bedingung für den Neubau des Supermarktes am Weinberg-Kreisel gewesen.

 Geprägt wird die Weststadt von einem Nebeneinander von Wohnbebauung, mehreren kleinen und einem größeren Gewerbebetrieb, dem Neschen-Werk 1. Dieses ist nach Klostermanns Angaben als „nicht störendes Gewerbe“ eingestuft, könnte also auch durchaus unverändert weiterbetrieben werden. Dabei hänge sehr viel von den weiteren Plänen der Firma Neschen ab. Auch zahlreiche kleine Handwerks- und Gewerbebetriebe hätten sich etabliert, der Penny-Markt wolle an seinem derzeitigen Standort bleiben. So ergebe sich eine ganz andere Situation als zum Beispiel an der Hannoverschen Straße, wo durch Abriss des Tankhofs Harting und anderer Gebäude große Freiflächen für eine neue Wohnbebauung geschaffen werden konnten.

 Der „Stadtumbau West“ könne nur unter Einbeziehung des Altbestandes funktionieren. Ziel sei ein modernes, gut funktionierendes Mischgebiet mit Wohn- und Gewerbenutzung – das müsse auch in Zeiten reiner Wohngebiete kein Widerspruch sein.

 „Niemand muss hier Existenzängste haben“, versichert Klostermann. Ein Umbau könne nur gemeinsam mit, aber nicht gegen die derzeitigen Nutzer erfolgen. Und dazu müsse man ins Gespräch kommen, mit den Grundstückseigentümern genauso wie mit Gewerbetreibenden und Mietern.

 Zumindest finanziell hat die Stadt einen offiziellen Einstieg in die Stadtsanierung West bereits vorgeplant: Für dieses Jahr sind im Haushalt 83.000 Euro vorgesehen, nächstes Jahr soll es bereits eine halbe Million sein. Das Gesamtpaket des Programms würde 5,4 Millionen Euro umfassen, von denen die Stadt ein Drittel stemmen müsste. Doch die Weichen sind noch nicht gestellt: Ob sich dieser finanzielle Aufwand lohnt, müssen so bald wie möglich die Politiker entscheiden. kk

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