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Bückeburg Stadt „Polizeidienst attraktiver machen“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt „Polizeidienst attraktiver machen“
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19:03 25.04.2012
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Bückeburg

Bückeburg (rc). „Jeder kann frei vortragen, wann er Dienst machen will, muss sich aber mindestens sechs Wochen vorher festlegen“, sagte der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Arno Hansing, im Gespräch mit unserer Zeitung: „Und natürlich gibt es Vorgaben, wie viele Schichten geleistet werden müssen und zu welcher Tageszeit.“ Sollstärken der Schichten müssen natürlich auch eingehalten werden, wie der Einsatzleiter gleich mögliche Hoffnungen von Spitzbuben und Temposündern auf eine polizeifreie Zone Bückeburg zunichte machte: „Das Grundrauschen des Kommissariats muss gewährleistet sein und wird gewährleistet.“

 Die Koordination wird übrigens per Computer geregelt. Und seit der Einführung des Systems hätten 80 Prozent der Wunschdienste geklappt. Freute sich Hansing: „Es gibt meinen Beamten mehr Freiheit.“

 Wie Hansing sagte, ist das System ohne starre Schichten deutlich moderner und attraktiver. „Und das müssen wir werden“, machte Hansing deutlich. Im Kommissariat ständen in den kommenden Jahren sehr viele Pensionierungen an. „Wir brauchen daher Nachwuchs, der nach Bückeburg kommt und auch hier bleiben will.“

 Durch das neue System sollen Spezialisierungen der Beamten leichterfallen. Auch bestimmte Kontrollaktionen können gezielter und effizienter durchgeführt werden, wenn sich Kollegen mit gleichen Interessen im Sonderdienst zusammentun und Wissen bündeln, führte Hansing weitere Argumente an: „Alles ist flexibler, wenn auch gewöhnungsbedürftiger, weil sich die Beamten quasi selber verwalten müssen.“

 Die gleitenden Schichten sind zunächst auf ein Jahr befristet. Ende des Jahres können die Bückeburger Polizisten darüber abstimmen, ob sie das System beibehalten oder aber zum starren Schichtdienst zurückkehren wollen.

 In den Kommissariaten in Stadthagen und Bad Nenndorf ist das flexible Schichtsystem bereits eingeführt, in Rinteln nicht.

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